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Deutschlands größte Show-Master

geschrieben von: Redaktion am 26.12.2020, 13:35 Uhr
paperpress584 
Dies ist ein Mediathek-Tipp für die Angehörigen der älteren Generation, die in den 60er, 70er und 80er Jahren begeisterte Zuschauer der großen Fernsehshows waren. Der Norddeutsche Rundfunk sendete am ersten Weihnachtsfeiertag eine zweistündige Dokumentation über die größten Showmaster jener Zeit, als Sprecherin moderiert von Anke Engelke, erzählt von den Kindern und Enkeln von Hans Rosenthal (1925-1987), Peter Alexander (1926-2011), Harald Juhnke (1929-2005), Wim Thoelke (1927-1995), Dieter Thomas Heck (1937-2018), Peter Frankenfeld (1913-1979), Hans-Joachim Kulenkampff (1921-1998), Rudi Carrell (1934-2006), Kurt Felix (1941-2012) und Heinz Quermann (1921-2003).

https://www.ndr.de/fernsehen/Unsere-Vaeter-Die-groessten-Showmaster-Deutschlands,showmaster112.html


Die Shows, die vor 60, 50 und 40 Jahren Millionen Zuschauer vor die Bildschirme versammelten, hatten jede für sich eine angenehme Art der Unterhaltung. Show ja, Schnickschnack nein. Die Peter Alexander-Shows, Juhnkes „Musik ist Trumpf“, Hecks „Hitparade“ und „Musik für Millionen“, Frankenfelds „Vergissmeinnicht“, Kulenkampffs „Einer wird gewinnen“, Carrells „am laufenden Band“, Felix‘ „Ver-stehen Sie Spaß?“ und Quermanns „Zwischen Früh-stück und Gänsebraten“, um nur einige zu nennen, vereinten viele Facetten in einem Programm. Natürlich Musik, aber auch Sketche, von denen man heute noch spricht und Gespräche mit internationalen Show-Größen. Rosenthals „Dalli Dalli“, Thoelkes „Dreimal Neun“ und „Der große Preis“, sowie Kulenkampffs „Einer wird gewinnen“ haben Maßstäbe für viele Quiz-Shows danach gesetzt. Man könnte sagen, oft kopiert, nie erreicht.

Der spannendere Teil als das Zeigen von Ausschnitten aus den Shows sind die Meinungsäußerungen der Kinder und Enkel. Sie hatten teilweise nicht viel von ihren Vätern, die ständig unterwegs waren oder sich zu Hause einschlossen, um neue Ideen auszubrüten. Über die Zeit, die sie mit ihren Vätern verbringen konnten, sprechen die Kinder nicht schlecht. Das Rollenverständnis der damaligen Zeit bleibt nicht unbemerkt. So standen die Frauen von Peter Alexander oder Peter Frankenfeld selbst vor einer eigenen Show-Karriere, die sie nach der Hochzeit aufgaben, um als Managerin ihrer Männer tätig zu sein.

Manche der Witze und der Umgang mit Frauen einiger Show-Master in den Sendungen, würde heute zu Protesten führen. Um diese Auffälligkeiten auszugleichen, gab sich Anke Engelke bei ihrem Text alle Mühe, bei Worten wie Künstler_innen den Unterstrich als Nanosekunde mitzusprechen.

Die Dokumentation ist ein Ausflug in eine längst vergangene Fernsehwelt. War früher alles schöner? Dem würden viele ältere Menschen, die die Shows damals sahen, zustimmen. Doch leben wir in den zwanziger Jahren des dritten Jahrtausends, und jede Zeit hat ihre eigenen Shows. Eines lässt sich aber aus eigenem Erleben sagen, die Show-Master des letzten Jahrhunderts waren Persönlichkeiten und keine Clowns.

Ed Koch


  
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