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100 Jahre kommunalpolitisches Engagement

geschrieben von: Redaktion am 24.05.2021, 07:16 Uhr
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SPD-Mariendorf ehrt Friedrich Küter

Mit einer Blumenniederlegung am Gedenkstein für Friedrich Küter im Volkspark Mariendorf erinnerte und ehrte die SPD ihren ersten Baustadtrat im Bezirksamt Tempelhof. Mit der Bildung Groß-Berlins im Oktober 1920 begann für die neuen 20 Berliner Bezirke die kommunale Selbstverwaltung. In Tempelhof, dem 12. Bezirk, wurde sie von Beginn an durch die SPD geprägt.

Friedrich Küter, am 19. Mai 1879 geboren und seit 1912 in Mariendorf wohnhaft, wurde im November 1920 erster Präsident der Bezirksverordnetenversammlung. Im März 1921 erfolgte seine Wahl zum Baustadtrat, ein Amt, das er ehrenamtlich wahrnahm. Mit der Schaffung von öffentlichen Grünanlagen und Kleingärtenkolonien setze er einen, nach heutigen Maßstäben, ökologischen Kontrapunkt zum damals aufkommenden Wohnungsbau in den Ortsteilen Mariendorf und Tempelhof.

Seinem Einsatz ist der Volkspark Mariendorf zwischen Mariendorfer Damm und Rixdorfer Straße zu verdanken. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten endete die Arbeit Küters. Als von ihnen verhasster Sozialdemokrat wurde er im März 1933 von seinem Wahlamt beurlaubt und im Juni 1933, nicht nur als ehrenamtlicher Stadtrat, sondern auch aus dem Dienst im Bezirksamt Kreuzberg, wo als er als Beamter tätig war, entlassen.

1944 wurde Küter ohne juristisches Verfahren in sogenannte Schutzhaft genommen und in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Kurz vor der Befreiung des KZ Sachsenhausen sollte Küter in das KZ Bergen-Belesen verlegt werden. Den Transport dorthin überlebte er nicht.

Bei der am Pfingstsamstag stattgefundenen Ge-denkstunde erinnerte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler vor Ort an das Schicksal Friedrich Küters und bekräftigte seine politische Lebensleistung für den Bezirk: „Die Verfolgung Friedrich Küters und seine Ermordung durch die Nationalsozialisten mahnen uns, gegen Rassismus und Rechtsextremismus einzustehen und für eine freie und demokratische Gesellschaft zu kämpfen. Friedrich Küter hat mit dem Volkspark den Ortsteil Mariendorf in einer Weise geprägt, die uns auch fast 100 Jahre später noch tief beeindruckt und erfreut.“

Der SPD Kreisvorsitzende Lars Rauchfuß sagte: „Friedrich Küter hat mit seinem Engagement den Mariendorferinnen und Mariendorfern den Volkspark geschenkt, den wir auch heute als Ort der Erholung dringend brauchen und schätzen. Friedrich Küter ist uns bis heute ein Vorbild, uns beharrlich in der Kommunalpolitik zu engagieren und unseren Orts-teil ganz konkret weiterzuentwickeln. Sein Mut, sich der Verfolgung und Repression durch die Nationalsozialisten zu widersetzen, beeindruckt uns tief und ist uns Ansporn, für unsere demokratischen Werte einzustehen.“

Uwe Januszewski


  
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