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Die Welt des Dieter Hundt

geschrieben von: Redaktion am 03.06.2007, 10:31 Uhr
paperpress545 
Sicherlich hat Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht das Problem, auf jeden Cent achten zu müssen. Die eigene Tasche dürfte gut gefüllt sein. Da ist es immer leicht, sich über andere Gedanken zu machen, die viel weniger haben.
Aber, wer viel hat, kann offenbar sehr gut einschätzen, womit die anderen auskommen können. Mitte Mai glaubte ich beim morgendlichen Rasieren einen Hörsturz zu erleiden. Im Hintergrund setzte mich das RBB InfoRadio auf den neuesten Stand der Dinge. Dieter Hundt äußerte sich mal wieder zum Thema Mindestlohn und offenbarte eine Gesinnung, die wirklich unglaublich ist.

Hundt räumte ein, dass es „in der Tat Arbeitsplätze mit sehr, sehr niedriger Bezahlung“ gibt. Das war die schlechte Nachricht. Nun die gute. „Aber immerhin sind Menschen damit noch beschäftigt.“ Na Bravo. Wenigstens lungern diese Leute nicht den ganzen Tag auf den Straßen und in den Parks herum. Dieter Hundt hat aber auch gleich die Lösung parat, was zu tun ist, damit diese Menschen nicht verhun-gern. „Und dann haben wir in Deutschland das System des Mindest-einkommens, demzufolge Menschen, die eine niedrig bezahlte Tätig-keit ausüben, davon nicht leben können und bedürftig sind, das so genannte Arbeitslosengeld II erhalten, um ihr Leben führen zu kön-nen.“ Daher weht der Wind. Industrie und Wirtschaft, die kluge Leute in ihren Unternehmen beschäftigen, um möglichst wenig Steuern zu bezahlen, weigern sich, einen auskömmlichen Mindestlohn zu bezah-len, weil die Differenz zum Lebenkönnen ohnehin der Staat über-nimmt. Von staatlicher Lenkung wollen die Unternehmen nichts wissen, alles soll ein freies Spiel der freien Kräfte in einer freien Welt sein. Damit es den Unternehmen noch besser geht, müssen die Löhne gering bleiben. Nicht die Unternehmen sorgen sich um die Überle-benschancen der Menschen, denn das kann der Staat alleine tun. Dann könnte man das Steueraufkommen gleich an die Unternehmen mit der Maßgabe überweisen, die Menschen ordentlich zu bezahlen und dafür zu sorgen, dass alles im Land funktioniert. Leute wie Die-ter Hundt sorgen sich vornehmlich um sich selbst und ihre Klientel. Der Rest scheint ihnen egal zu sein. Und das nennt man dann Sozial-staat.
Ed Koch

  
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