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Beiträge: Harry Potter - so nah wie nie....

geschrieben von: Redaktion am 07.07.2007, 12:10 Uhr
paperpress546 
Die Harry Potter Fans freuen sich auf den fünften Film „Der Orden des Phönix“, der am 12. Juli 2007 in die deutschen Kinos kommt. Vielmehr bewegt aber alle die Frage: Stirbt Harry im (vorerst) letzten und siebten Band, der am 21. Juli 2007 erscheinen wird?
Auf Harrys deutscher Fanseite sind 5.600 davon überzeugt, aber knapp 10.000 stimmten mit Nein. 3.000 halten sich ein Hintertürchen offen, Harry stirbt zwar, wird aber wiederbelebt. (In Band 8?) Joanne K. Rowling, die englische Schriftstellerin, die Harry Potter schuf, kennt das best gehütete Geheimnis, das uns in diesem Sommer beschäftigt.

Zuerst kommt aber der neue Film. Schon die Einladung zur Pressevorführung in dieser Woche ins CineStar IMAX ließ erahnen, dass ein ganz besonderer Film zur Aufführung gelangen würde. Am Eingang gab es die berühmten 3D-Brillen, aber nur in den letzten 20 – dafür entscheidenden und spannendsten – Minuten des Films wird es dreidimensional. So nah war einem Harry Potter noch nie, man war versucht, ihm auf die Schulter zu klopfen und viel Erfolg zu wünschen. Die Nachteile der Filme liegen natürlich darin, dass sie den Romanen entspringen und man somit den Ausgang kennt. Es gibt diejenigen Fans, die nur die Bücher lesen und sich ihre Illusionen durch die Filme nicht zerstören lassen wollen. Dann gibt es diejenigen, die sich nur die Filme anschauen und letztlich jene, die beides verschlingen.
Wer von 2001 an alle Filme gesehen hat (Der Stein der Weisen, Die Kammer des Schreckens, der Gefangene von Askaban und der Feuerkelch) hat das Erwachsenwerden der drei Hauptfiguren Harry Potter (Daniel Radcliffe), Ron Weasly (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) miterleben können. Vor allem der anfangs recht kleine Ron ist ganz schön ins Kraut geschossen und hat Harry um Kopfeslänge überrundet. Für die drei wird Harry Potter ein Leben lang entscheidend gewesen sein, vor allem finanziell. In einem Zeitungsinterview plauderte Emma Watson angesichts ihrer bevorstehenden Volljährigkeit darüber, was sie gedenke, mit ihrem Geld anzustellen. Sie will sich ein Haus kaufen und es mit Kunst vollstellen. Eine wirklich beachtliche Antwort für einen Teenager.


Was kann man nun denen empfehlen, die noch nie ein Harry Potter Buch gelesen und noch keinen Film gesehen haben? Ohne Vorbereitung in Film Nr. 5 zu gehen, ist relativ unsinnig. Empfehlung: Videothek, und alle vier bisherigen Filme anschauen. Baden gehen kann man bei dem Wetter so und so nicht. Ob es zu schaffen ist, bis zum 21. Juli, wenn der letzte Band „The Deathly Hallows“ erscheint, noch alle vorherigen 6 Bände zu lesen, darf bezweifelt werden. So wird also der neue Film im Wesentlichen etwas für diejenigen sein, die sich mit Harry Potter auskennen. Zum Film selber muss hier nicht viel gesagt werden, die Geschichte beginnt sich zuzuspitzen, „Die Rebellion beginnt“ steht deshalb verheißungsvoll über dem Filmtitel. Am Ende stirbt eine wichtige Bezugsperson von Harry und es wird nicht die letzte gewesen sein. Man merkt der Autorin an, wie sie ständig mit Gut und Böse ringt. Bisher hat sie das Gute bewahrt, aber immer wieder Opfer gebracht. Was für eine Welt würde Frau Rowling hinterlassen, wenn das Böse letztlich die Oberhand gewönne?

Sollte es dennoch Harry im letzten Buch dahinraffen, so stehen wenigstens in den nächsten Jahren die beiden fehlenden Verfilmungen von Band 6 und 7 noch aus. Für November 2008 ist erst einmal der „Halbblutprinz“ avisiert.

Bislang war es ein jährlicher Höhepunkt im Filmkalender, wieder nach Hogswart, dem britischen Zauberinternat, zurückzukehren, nachdem es Harry erfolgreich seiner Pflegefamilie und deren Dumpfbacke von Sohn mit allerlei Zauberkünsten richtig gezeigt hatte. Die Flüge im Zauberauto oder später auf dem Besen vom realen London zum fiktiven Hogswart, waren es schon wert, ins Kino gegangen zu sein. Diesmal erfolgt die Rückkehr von Hogswart nach London dreidimensional, ein besonderes Vergnügen. Die Atmosphäre des Internats, in die man durch den Film versetzt wird, ist angenehm. Man entdeckt immer wieder so viele Details, dass es auch beim zweiten Anschauen des Films Spaß macht. Das Treppenhaus, in dem sich die Stufen auf die jeweils gewünschte Tür zubewegen, oder die vielen Gemälde an den Wänden, auf, ja besser in denen sich die Abgebildeten bewegen. Oder der „Tagesprophet“, die wichtigste Zeitung für Zauberer und Hexen, auf dessen Fotos sich ebenfalls die abgebildeten Personen bewegen.

Und wenn sich dann auf einer Straße, unbemerkt von den Bewohnern, die Häuserzeile teilt und ein neues Haus hervortritt, in dem sich der „Orden des Phönix“ trifft, dann ist das einfach großes Kino. Auch wenn die Duelle zwischen den Guten und den Bösen an die Kämpfe in StarWars erinnern, so ist es doch voller Spannung, wenn sich die Bannstrahlen treffen.

Bevor ich nun noch weiter ins Schwärmen gerate und dieser Beitrag endlos wird, verweise ich die Interessenten auf das Internet, in dem alles über Harry Potter steht, bloß sein Ende nicht. Wikipedia beleuchtet ausführlich den Werdegang des jungen Zauberers und seine Welt.

Man erfährt auch etwas über die Plagiatsvorwürfe, die Joanne K. Rowling 2002 erfolgreich vor Gericht abwehren konnte. Eine amerikanische Kinderbuchautorin, Nancy Stouffer“, behauptete, dass Rowling die Vorlage zu Harry Potter aus ihren Büchern entnommen habe. Die Beweisstücke waren jedoch teilweise gefälscht oder manipuliert. Ein Junge aus Rowlings Nachbarschaft, Ian Potter, behauptete, dass er das Vorbild für die Romane gewesen sei. Rowlings kann sich jedoch an den jungen kaum erinnern. Wer Erfolg hat, hat natürlich auch viele Neider.

Christlich-fundamentalistische Gruppen werfen den Romanen eine Verharmlosung und Verbreitung von Okkultismus vor. Wegen ihrer für Kinder- und Jugendliteratur außergewöhnlich drastischen Gewaltdarstellungen stehen die Romane ebenfalls in der Kritik. Wikipedia schreibt: „Unter anderem wird kritisiert, dass Harry Potter schon als Elfjähriger in kriegsähnliche Geschehnisse involviert ist und einzelne Kämpfe auf Leben und Tod in die ganz normale Schulunterrichts-Punktebewertung eingehen. Auch bei vielen anderen Gelegenheiten gehören Lebensgefahr und Grausamkeiten zum ganz normalen Schulalltag der Kinder – ein aus Sicht der Kritiker nicht ganz unproblematisches Vorbild“. Wie im richtigen Leben, kann man nur erwidern. Die Realität an vielen amerikanischen und auch deutschen Schulen ist schlimmer als es in Harrys Internat zugeht. Dort kommt man, anders als in Neukölln, noch ohne eine Security aus. Harry Potter als gefährliches Vorbild für Vorgänge an Schulen zu brandmarken, ist nun wirklich sehr weit hergeholt. Berichte in der Tagesschau über Kriege und Selbstmordattentate sind allemal schädlicher als ein Harry Potter Film.

Aber was wäre dies für eine Gesellschaft, wenn man nicht alles problematisieren könnte? Die Berufskritiker melden sich zu jedem Thema zu Wort. Die Harry Potter Filme sind nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene sehenswert. Tauchen wir also ein in die Welt der Dementoren, Muggels und Squibs und vermeiden den Cruciatus Fluch. Ein eigenes Kapitel ist bei Wikipedia über die zahllosen Begriffe aus den Harry Potter Romanen zu finden. Auch über die eigene Währung der Zauberer wird berichtet. Es gibt nur Münzen, in Gold „Galleone“, in Silber „Sickel“ und die kleinst Münze in Bronze heißt Knut. Ich habe es gewusst, man kann nicht einmal über Harry Potter schreiben, ohne den Lieblingseisbären des Universums erwähnen zu müssen.

Viel Spaß im Kino.

Ed Koch

  
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