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Leserbrief zu Rot-Rot

geschrieben von: Redaktion am 10.07.2007, 11:22 Uhr
paperpress546 
Holger Krestel, der Vorsitzende der FDP Tempelhof-Schöneberg sandte uns folgende Lesermeinung zum Beitrag über Rot-Rot - Michael Müller im ARD-Morgenmagazin
Ich hatte Gelegenheit, Michael Müller im Morgenmagazin "life" zu erleben und war wieder einmal begeistert, wie gut er seinen Part als "staatstragende Hälfte" im Duett mit Klaus Wowereit an der Berliner SPD-Spitze spielt.
Ohne Zweifel überkommt eine große Mehrheit in diesem Land Übelkeit bei dem Gedanken, nun auch noch bundesweit von der mehrfach gewendeten SED (derzeit treten sie als "Die Linke" in der Öffentlichkeit auf) regiert zu werden.
Die gute alte Tante SPD hingegen hat sich im Umgang mit Linksaußen von jeher als klassische Umfallerpartei erwiesen. Wie klingen uns noch die Worte des Hessen Holger Börner im Ohr, niemals würde man mit den Grünen koalieren, eher würde man sie, so der Bau-Gewerkschafter, mit der Dachlatte verprügeln. Als dann die Wahl vorbei und die rot-grüne Mehrheitskonstellation in Hessen da war, konnte es die Börner-SPD kaum erwarten, mit den damals deutlich linksradikalen Grünen ins Koalitionsbett zu springen. Was sich derzeit beim Umgang der SPD mit der Linkspartei abspielt, trägt wieder alle Züge eines klassischen Wählerbetruges: Man beißt sich am geltungssüchtigen Lafontaine fest und ruft laut: "Mit dem nicht!" - Nichts anderes tat letztlich auch Michael Müller im Frühstücksfernsehen. In naher Zeit, wenn es von den Wählerstimmen her reicht, wird Lafontaine pro forma ins zweite Glied treten, und die SPD wird uns auch bundesweit mit den Wiedergängern Erich Honeckers regieren. Lafontaine ist ja dann "nicht dabei", und der SPD-Politiker Müntefering hat uns ja alle schon nach der letzten Bundestagswahl darüber belehrt, das es unschicklich sei, Sozialdemokraten nach der Wahl an ihre Wahlversprechen zu erinnern. Das haben wir auch "vor Ort", also in Tempelhof-Schöneneberg, schon mehrfach mit Mißfallen zur Kenntnis nehmen müssen.
Recht hat Müller auch, allerdings nur was das Verhalten der CDU und ihren manchmal schon etwas peinlich-übertriebenen Kuschelkurs mit den Grünen angeht. Dabei hat Müller das Bemerkenswerteste weggelassen, nämlich die vorhandenen lokalen Bündnisse von CDU-Politikern mit der SED-Linkspartei-PDS. - Oder den früheren CDU-Senator Elmar Pieroth und seine "Sofagespräche" mit PDS-Größen im Ostteil Berlins.
Da wird mir Klaus Wowereit, dessen Ansichten in ideologischen Fragen ich nun wahrlich nicht teile, mit seinen offenherzigen Ankündigungen, am Tag X mit den Linken im Bund zu koalieren, richtig sympathisch. Der Mann spricht wenigstens offen aus, worüber die Biedermänner in der SPD hinter verschlossenen Türen nachdenken.

"Freiheit statt Sozialismus!" - Dieser Satz stand im Juni auf dem FDP-Bundesparteitag als Leitmotiv an der Hallen-Stirnwand. Der Zustand der SPD, ihr Umgang mit den Dunkelroten und das Herum-Geeiere der CDU zwingen uns, uns diesen Satz jeden Morgen ins Gedächtnis zu rufen.

  
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