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Es schaukelt sich hoch

geschrieben von: Redaktion am 04.02.2022, 07:07 Uhr
paperpress598 
Das ist nicht zu glauben. Da betreibt die russische Regierung einen Staatssender in Berlin ohne Lizenz. Quasi einen Piratensender. Das allein ist schlimm genug, ginge es nicht um „Russia Today“ (RT), einem üblen Propagandasender, der Verschwörungsmythen und Lügen verbreitet. Es war überfällig, diesen Sender zu verbieten. Dass Wladimir Putin dieses Verbot als Angriff auf das, was er unter Pressefreiheit versteht, bewertet, war zu erwarten. Als Gegenschlag das Büro der Deutschen Welle in Mos-kau zu schließen, zeigt erneut, wes Geistes Kind der russische Präsident ist. Wo bleiben die Protesterklärungen von Gerhard Schröder und Matthias Platzeck? Sie schweigen zu allem, was Putin anstellt, kreischen aber los, wenn andere es wagen, Kritik an Zar Wladimir zu üben.


Selbst 100.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze in Bereitschaft zu stellen, es aber als Provokation zu bezeichnen, wenn die USA 2.000 Soldaten in europäische NATO-Staaten entsenden, ist fast schon krankhaft. Es ist keineswegs abwegig, dass Putin einen Vorwand sucht, um sich die Ost-Ukraine unter den Nagel zu reißen. Den USA liegen entsprechende Informationen vor, denen man Glauben schenken sollte. Dass Putin in die Ukraine einmarschiert, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Die freie Welt, also wir, haben die Annexion der Krim meckernd hingenommen. Die verhängten Sanktionen gingen Putin am Allerwertesten vorbei. Nach der Besetzung der Krim im März 2014 wurde Nord Stream 2 munter weitergebaut und im Juni und September 2021 fertiggestellt. Alle Sanktionsmöglichkeiten lägen auf dem Tisch, wenn Putin in die Ukraine einmarschiert, verkünden mantraartig die Mitglieder unserer Bundesregierung. Was soll denn das für ein Tisch sein, auf den die möglichen Sanktionen passen? Höchstens doch ein Beistelltisch 40 x 40 cm.

Unsere Abhängigkeit von Putin ist viel zu groß, als dass wir im Ernstfall nicht die Freiheit der Ukraine auf dem Gasgrill opfern würden. 55 Prozent unseres Gasbedarfs kommt aus Russland. Putin, der sich schon öfter als völlig schmerzfrei erwiesen hat, könnte, wenn ihm unser Geschrei zu heftig wird, kurzfristig die Gaslieferungen stoppen. Sollte ihre Wohnung mit Gas beheizt werden, ist es sinnvoll, sich schon mal ein paar elektrische Heizkörper anzuschaffen, bevor sie im Bauhaus und bei Hornbach knapp werden. Sanktionen sind ein stumpfes Schwert. Am längeren Hebel sitzt Putin. Seit 884 v.Chr. gilt der „Olympische Frieden“, was bedeutet, dass während der Spiele keine Kriegshandlungen vorgenommen werden. Daran hat sich Putin 2014 gehalten und nicht während der Winterspiele in Sotschi im Februar, sondern erst danach im März die Krim besetzt.

Heute werden in Peking die beiden gefährlichsten Männer der Gegenwart, freundlich lächelnd und ihrer Überlegenheit bewusst, die Olympischen Winterspiele eröffnen. Xi Jinping und Wladimir Putin sind zwei Clanbosse der besonderen Art, weil alle ihre kriminellen Handlungen ohne Folgen bleiben. Xi hat es im Gegensatz zu Putin schon geschafft, in den Lehrplänen der Schulen seines Landes ein eigenes Unterrichtsfach implementiert zu haben. So wie früher jeder mit der kleinen Mao-Bibel unterwegs sein musste, gelten heute die weisen Worte des gottgleichen Führers Xi.

Durch unglaubliche Raubzüge in der westlichen Welt ist China zu seiner Spitzentechnologie gelangt. Die Plagiate „Made in China“ können wir für wenig Geld kaufen und unsere teureren Originale verrotten lassen. China kauft sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit durch die Welt. Alles, was sich links und rechts der neuen Seidenstraße befindet, hat China aufgekauft. Die Infrastruktur ist fest in chinesischer Hand. Die aggressive Beutepolitik Chinas in Afrika ist erschreckend. Den meist armen Staaten werden Infrastrukturprojekte geradezu geschenkt, wenn man dafür Zugriff auf die Rohstoffe erlangt, verbunden mit entsprechendem politischen Einfluss.

Zwar sind die USA mit 20,9 Billionen Dollar noch immer das Land mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt, aber China folgt auf Platz zwei mit 14,9 Billionen Dollar. Der Abstand schmilzt. Den Ver-gleich der militärischen Stärke mit den USA hat China längst nicht mehr zu fürchten. Unsere Abhängigkeit von China ist furchterregend. Schauen Sie sich alles an, was in ihrer Wohnung steht, das Zeichen „Made in China“ werden Sie sehr häufig finden. Wir sind nicht einmal in der Lage, Masken und Corona-Tests selbst herzustellen. Auf jeder Packung steht „Made in China.“ China hat seine Stärke der Tatenlosigkeit und Unfähigkeit der freien Welt zu verdanken.

Xi Jinpings Lebensziel ist es, Taiwan „Heim ins Reich“ zu holen. Wir haben bei Hongkong zugeschaut und werden auch bei Taiwan zuschauen. Und noch während unsere Empörung anhält, unter-schreiben wir den Bestellschein für ein paar Millionen Masken. Ein Glück, dass wir wenigstens einen eigenen Impfstoff haben.

Ed Koch

  
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