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Frank Zander zum 80sten

geschrieben von: Redaktion am 04.02.2022, 07:15 Uhr
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Frank Zander ist vieles, der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, Hamster-Freund Fred Sonnenschein, der Hymnensänger von Hertha, Freund und Tröster aller Obdachlosen und natürlich Kurt, ohne Helm und ohne Gurt. Kurt ist übrigens sein zweiter amtlicher Vorname. Daraus musste ja ein Song entstehen. Seine Songs sind Kult. Niemand will nach seinen Liedern nach Hause geh’n, sondern lieber auf Maries Wohl noch einen trinken.


Ja, er ist Liedermacher und zu seinem 80sten am 4. Februar erscheinen seine „coolsten Hits“. Nicht jeder Liedermacher ist auch Entertainer, Zander kann beides und hat das in unzähligen Fernsehshows unter Beweis gestellt, wie beispielsweise in der „Plattenküche“ mit Helga Feddersen. Formate, die es leider nicht mehr gibt.

Frank Zander ist das, was man eine „Rampensau“ nennt. Der direkte Kontakt mit dem Publikum, die Show auf der Bühne, das ist seine Welt. In dieser Welt muss man ihn erlebt haben. So trat er regel-mäßig beim SchlagerOlymp in Lübars auf und wird dies, so Corona es zulässt, mit vielen anderen Künstler-innen und Künstlern auch am 20. August 2022 tun.

Am Anfang seiner musikalischen Karriere stand aber der gute alte Rock’n’Roll. Ich habe ihn Ende der 1960er Jahre kennengelernt, als er in der Band „The Q“ sang und Gitarre spielte. Die meisten Auftrittsmöglichkeiten hatten die damaligen Amateurbands in den Clubs des Berliner Jugendclub e.V., zum Bei-spiel Die Dachluke am Mehringdamm oder das Pop Inn in Steglitz.

Der vom Senat geförderte BJC geizte bei den Gagen der Bands und so schlossen sie sich zusammen zur Interessengemeinschaft Berliner Bands (IBB). Für den Vorsitz wurde ein Neutraler gesucht, der zu keiner Band gehörte, und so fiel die Wahl auf mich als Clubleiter der „Jugendtanzbar Bungalow“ in Mariendorf. Frank Zander gehörte gemeinsam mit mir dem Vorstand an, und wir erreichten zumindest, vom übermächtigen Berliner Jugendclub ernst genommen zu werden. Auf die Gagen wirkten sich unsere Bemühungen auch aus.

Höhepunkt der Aktivitäten der IBB war das Philharmonia Beat Concert im Mai 1970 in der Berliner Philharmonie. Natürlich trat auch Frank Zander mit „The Q“ auf und lieferte einen besonderen musikalischen Höhepunkt. Die Q wollten unbedingt das berühmte Werk von Deep Purple, „April“, aufführen. In dem gut zwölf Minuten langen Stück kommt auch eine Streichergruppe zum Einsatz. Peter Kelm, der Organist der Q, hatte ein entsprechendes Ensemble an der Hand. Das Einzige, was jetzt noch fehlte, waren die Noten. Und da kam Rias-Moderator Nero Brandenburg und seine guten Beziehungen ins Spiel. Er ließ die Noten aus London einfliegen und die Philharmonie erlebte ein großartiges Rockkonzert. Chefdirigent Herbert von Karajan soll angeblich nicht so begeistert von dieser Veranstaltung gewesen sein. Aus Überlieferungen wissen wir, dass er seine Philharmonie durch uns entweiht sah.

Tief im Herzen ist Frank Zander immer Rocker ge-blieben. Und so genoss er seinen Besuch 2018 beim ROCKTREFF im Volksparkstadion Mariendorf. Anlass für den Familienausflug nach Mariendorf mit Frau Evi und Sohn Markus war der Auftritt seines Enkels Elias und seiner Band JAMPASS.

Frank Zander ist nicht nur ein begnadeter Entertainer, sondern auch ein großartiger Maler und Zeichner. So stammt sein Kurt-Gemälde natürlich von ihm. Seine Werke sind in einem Online-Shop erhältlich. www.zett-records.de – das Angebot reicht vom Wandkalender über kleinformatige Werke bis hin zu großen Gemälden. Meistens geht es um einen Fisch, natürlich den Zander. Besonders schön sind aber auch seine Portraits von Michael Jackson, Prince, David Bowie und den Beatles. Stimmungsvoll ist das Gemälde „Sommer in Hamburg“.

In einer Würdigung für Frank Zander darf sein Engagement für die Obdachlosen der Stadt nicht fehlen. Corona hat zwar die großen Gänsebraten-Essen im Estrel in den letzten Jahren verhindert, Zander blieb aber nicht untätig. Mit einem Food-Truck war er zu seinen Homeless unterwegs. 1995 begann alles mit einer kleinen Aktion für 250 Obdachlose im Schloss Diedersdorf. Heute stehen 3.000 Menschen auf der Gästeliste des Estrel-Hotels.

Frank Zander gehört seit Jahrzehnten zu Berlin wie der Funkturm. Ihm ist es immer gelungen, den Menschen Freude zu bereiten. Zu seinen Ehren sendet der rbb an seinem Geburtstag einen 90minütigen unterhaltsamen Film: 04.02.2022 – 20:15 Uhr.

Herzlichen Glückwunsch, lieber Frank, bleib gesund und Berlin noch lange erhalten.

Ed Koch


  
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