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Nie wieder Krieg, ohne uns!

geschrieben von: Redaktion am 07.02.2022, 15:53 Uhr
paperpress598 
Der Kabarettist Wolfgang Neuss (1923-1989) brachte es schon vor vielen Jahren auf den Punkt. Nach dem Krieg hieß es „Nie wieder Krieg“, als 1955 die Bundeswehr gegründet wurde, sagten viele zur Wiederbewaffnung Deutschlands, „Nie wieder!“ Und wenig später: „Nie wieder Krieg, ohne uns!“ Die Waffenschmieden in Deutschland schmissen ihre Produktionen an und liefern seitdem in alle Welt. Die Grafik von Greenpeace aus dem Jahre 2017 hat sich bis heute wenig verändert.


„2020 wurden Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter im Wert von 5,8 Milliarden Euro erteilt. Der Anteil von EU-Ländern lag bei 32,7 Prozent, der von NATO- und NATO-gleichgestellten Ländern bei 17,2 Prozent und der von Drittländern bei 50,1 Prozent. Laut SIPRI-Daten war Deutschland 2019 mit einem Weltmarktanteil von 4,4 Prozent hinter den Vereinigten Staaten (39,5%), Russland (17,3%), Frankreich (12,4%) und China (5,2%) der fünftgrößte Waffenexporteur.“ Quelle: Wikipedia

Ausführliche Informationen unter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_R%C3%BCstungsexport

https://www.greenpeace.de/ueber-uns/leitbild/geschaeft-tod?BannerID=0818012015001047&gclid=EAIaIQobChMI6ML-w-jt9QIVmOF3Ch31bwqdEAAYASAAEgJhAvD_BwE

Gegenwärtig gerät die Diskussion, ob Deutschland Waffen an die Ukraine liefern sollte, etwas aus dem Ruder. Man kann sich über 5.000 Helme lustig machen, soweit ich weiß, hat die Ukraine aber genau darum gebeten. Ja, auch um richtige Waffen. Es entsteht der Eindruck, dass ohne deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine diese im Falle eines Angriffs durch Russland wehrlos wäre. Sollte Russland die Ukraine tatsächlich angreifen, würden auch deutsche Waffen wenig helfen. Es wäre für Russland ein Leichtes, das Land unter Kontrolle zu bringen, wobei man eigene Verluste in Kauf nähme. Es kann doch nicht darum gehen, die Ukraine aufzurüsten. Das Land hat keine Chance gegen Russland. Es kann nur darum gehen, Russland klarzumachen, dass die Konsequenzen für die russische Wirtschaft und demzufolge auch für die Menschen verheerend wären.

Die Frage ist nicht, was alles auf dem berühmten Sanktionstisch liegt, sondern ob die Sachen auch eingesetzt werden. Die Krim war ein Test, der im Sinne Russlands verlaufen ist. Die Sanktionen sind im Schwarzen Meer versunken wie einst die rote Sonne bei Capri.

Olaf Scholz ist in dieser Krise m.E. nicht der richtige Mann. Wir brauchen keine wandelnde Schlaftablette, sondern jemand, der nicht nur etwas auf den Tisch legt, sondern auch draufhaut, dass es kracht. Scholz strahlt einfach nicht die notwendige Entschlossenheit aus. Einerseits. Andererseits, was soll er anderes tun als drohen? Das hätte auch der Basta-Kanzler Gerhard Schröder gemacht, bloß eben mit mehr Schmackes.

Leider hat sich Schröder in den falschen Mann verliebt. Dass sich Ex-Politiker lukrative Jobs in der Wirtschaft suchen, weil sie kurz vor dem Hungertod stehen, ist nichts Neues. Ein ehemaliger Bundeskanzler kann doch aber nicht Spitzenmanager in einem Staatskonzern eines anderen Landes werden. Wenn Schröder wirklich so ein guter Freund von Putin ist, wie er behauptet, hätte er längst einmal mit ihm Tacheles reden müssen. Freundschaften zeichnen sich durch Ehrlichkeit und nicht Unterwürfigkeit aus.

Auch wenn Deutschland dem Prinzip, nicht in Krisenregionen Waffen zu liefern, nicht immer treu geblieben ist, im Falle Ukraine sollte darauf verzichtet werden. Irgendwer sagte einmal, wenn Waffen nicht in Krisengebiete geliefert werden sollen, wohin denn sonst? Am besten wäre es aber, wenn Deutschland gar keine Waffen exportieren würde. Um Arbeitsplätze zu sichern, wird sich darauf niemand einlassen. Beteiligen wir uns also weiter an allen Kriegen dieser Welt und fordern mit betroffener Miene Frieden auf Erden.

Ed Koch



  
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