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Es nervt

geschrieben von: Redaktion am 20.02.2022, 09:10 Uhr
paperpress598 
Heute in einem Monat ist Corona vorbei. Oder habe ich das falsch verstanden. Irgendetwas soll am 20. März nicht mehr gelten. Ich habe mir abgewöhnt, die aktuellen Regeln zu studieren. Wenn ich irgend-wohin will, habe ich den QR-Code griffbereit und die Maske im Gesicht. Nachdem mich Ende Januar das Virus heimgesucht hatte, teste ich mich regelmäßig und freue mich über negative Ergebnisse. Kontakt- und Abstandsvermeidung pflege ich. Für die Versorgung sorgt Bringmeister, zu jeder Uhrzeit. Also alles paletti? Nein.


Was ist das mit dem Sturm und dessen komische Namen? Nur Wetter oder schon Klimawandel? Warum stehen an den Bahnstrecken so viele Bäume?

Immer wieder werden in den Nachrichten Namen von Menschen genannt, die angeblich Senatoren in Berlin oder Bundesminister sein sollen. Ich zumindest habe mich an die neuen Namen oder die alten mit neuen Funktionen noch nicht gewöhnt. Was macht die Justizministerin am Panzer? Ach so, sie ist jetzt für die Verteidigung zuständig. Horst Seehofer wurde weggebeamt und durch einen Faser ersetzt? Und warum hört man nichts mehr aus dem Verkehrsministerium, von wo aus sich früher ständig Andy Scheuer gemeldet hatte. Ist der Posten neu vergeben worden?

Über Berlin habe ich ehrlich gesagt keine Lust mich zu äußern. Warum fährt die Regierende Bürgermeisterin zur Münchener Sicherheitskonferenz, bevor ihr das Testergebnis vorliegt? Und schon ist der Übergang zu dem Problem hergestellt, das mich wirklich nervt: Die Putin-Ukraine-Krise. Dass Russland keinen Vertreter zur Sicherheitskonferenz entsendet, ist logisch. Da müsste man ja diskutieren und die Karten auf den Tisch legen.

Apropos Karten. Seit dem Irak-Krieg, dessen Begründung alle möglichen Karten, auf denen die Bedrohung klar erkennbar, aber gefaked waren, habe ich große Bedenken was die Erkenntnisse des amerikanischen Geheimdienstes betreffen. Es mag sein, dass tausende russischer Soldaten an der ukrainischen Grenze stehen. Hat sie jemand gesehen? Was man sieht, sind nur Bilder vom russischen Verteidigungsministerium, auf denen Panzer hin und her fahren. Offenbar hat Putin am längsten Tisch der Welt seinen französischen und deutschen Kollegen verscheißert. Beide verließen Moskau optimistisch, um kurz danach wieder in Depressionen zu verfallen.

Kennen Sie diese Situation: ein kleiner Junge, der sich sicher fühlt, steht vor einem größeren und sagt ständig: „Hau mich doch, hau mich doch, Du Feigling.“ Und irgendwann könnte es passieren, dass der größere tatsächlich zuschlägt. Lassen wir einmal beiseite, wer der größere ist, NATO oder Russland. Aber das ständige Gerede von Biden und seinen Leuten, dass der Russe angreifen und gleich bis Kiew durchmarschieren würde, ist nicht mehr aus-zuhalten.

Am 16. Februar sollte es so weit sein. Der Angriff blieb aus. Nun rechnen die Amerikaner jeden Tag damit. Putin habe den Entschluss schon gefasst, erklärt man uns. Kann sein. Der Spannungsbogen wird stabil gehalten. Putin wird regelrecht genötigt anzugreifen, damit alle Recht behalten und der Koffer mit den Sanktionen endlich geöffnet werden kann. Alle Pipelines kappen und nur noch das um-weltschädliche Fracking-Gas aus den USA beziehen müssen? Ist das der Plan?

Mal ganz naiv gefragt: Kann man in den Gebieten der Ostukraine, wo mehrheitlich Russen leben, nicht einfach eine Volksabstimmung durchführen und fragen, wohin sie gehören möchten? Es gibt doch einige Beispiele, die friedlich gelöst wurden, siehe Saarland. Oder die Trennung der Tschechoslowakei in Tschechien und Slowakei. Lasst den Leuten doch ihre Kleinstaaterei, wenn sie sich dadurch glücklicher fühlen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Russland eine Mehrheit bei der Frage gäbe, ob die Ukraine angegriffen, eingenommen und unterjocht werden soll. Infratest dimap oder Forsa sind in Russland leider nicht tätig. Auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung ist eine Umfrage aus dem April 2015 zu sehen, wonach 40 Prozent der Befragten für eine Wiederherstellung guter nachbarschaftlicher Beziehungen zur Ukraine sind. Daran wird sich bis heute wenig geändert haben. Dass die Krim wieder zu Russland gehört, ohne dass die Sanktionen der freien Welt die Russen nachhaltig beeindruckt hätten, müsste doch genügen.

Was Putin von weiteren Sanktionen hält, hat vor ein paar Tagen der russische Botschafter in Schweden, Viktor Tatarinzew, der Zeitung „Aftonbladet" gesagt:
„Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, aber wir scheißen auf Ihre ganzen Sanktionen." Quelle: n-tv

Egal wie lange Putin seine Amtszeit ausdehnt, er wird es nicht erleben, dass die Ukraine zur NATO gehört.

Ed Koch


  
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