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Der Irrsinn nimmt seinen Lauf

geschrieben von: Redaktion am 21.04.2022, 06:45 Uhr
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Es geht nicht um einen gerechten Interessensausgleich zwischen Auto- und Fahrrad fahrenden. Es geht um das Zurückdrängen des Autoverkehrs mit der Zielsetzung, ihn möglichst ganz abzuschaffen. Ein äußerst demokratischer Vorgang, den Menschen vorschreiben zu wollen, wie sie sich gefälligst fort-zubewegen haben. In Berlins Politik, ob nun rot-rot-grün oder rot-grün-rot, bleiben die Farben dieselben. Es sind die Farben von Ideologie und Klientelpolitik.

Aus ideologischen Gründen wurde das Stromnetz zurückgekauft und soll nun auch das Gasnetz rekommunalisiert werden. Die Gewinne gingen nicht mehr an die Konzerne, sondern kämen Berlin zugute, wird versprochen. Das ist natürlich Unsinn, denn die Gewinne werden auf lange Zeit dafür verwendet werden müssen, den Kaufpreis zu refinanzieren. Für den Endverbraucher ändert sich nichts, um keinen Cent wird der Strom oder das Gas preiswerter.

Berlins Straßen verändern ihr Gesicht. Rot-weiße Poller prägen das Bild. Zwischen Alt-Mariendorf und Alt-Tempelhof werden Fahrradbahnen eingerichtet, begonnen wurde jetzt mit dem ersten Teilabschnitt zwischen Ullsteinstraße und Alt-Tempelhof. Die Grüne Tempelhof-Schöneberger Verkehrsstadträtin Saskia Ellenbeck jubelt auf Twitter: „Los geht es mit #RadfahrenFürAlle auf dem #TeDamm!“

Nein, nicht für alle. Für viele Menschen ist aus den unterschiedlichsten, vor allem gesundheitlichen und Gründen des Alters Fahrradfahren keine Alternative. Wer sich von Freunden oder Bekannten oder mit dem Taxi zum Arzt fahren lassen will, am Te’Damm gibt es viele Praxen, hat nun das Nachsehen. Wo soll der Wagen halten? BVG-Busse stellen sich auf den Fahrradweg, um die Haltestelle zu bedienen, Taxis und Krankentransporte auch? Bei einem Feuerwehreinsatz würden im Ernstfall die Poller über-fahren.

Dass 300 Parkplätze wegfallen, ist für die rot-grünen Ideologen kein Problem. Für die Geschäfte am Tempelhofer Damm aber schon. Man muss sich zu Fuß auf den Weg machen, um beispielsweise bei Teppich Rausch am Tempelhofer Damm einzukaufen. Mit dem Fahrrad zu kommen, geht ebenso wenig wie mit dem Auto, weil es keine Park- bzw. Abstellmöglichkeiten gibt.

Auf der Seite des seit 1895 bestehenden Traditionsunternehmens, das seit 1950 sein Geschäft am Tempelhofer Damm hat, werden in Kürze auch die-se wunderschönen Markierungen stehen.

Der Tempelhofer Damm ist nicht gerade das, was man einen Prachtboulevard oder attraktive Einkaufsstraße nennt, dennoch befinden sich hier immer noch sehr viele Geschäfte. Und diese müssen mit Waren versorgt werden. Aber wie? Aus der Luft? Angeblich sollen auf der mittleren Spur zeitlich befristete Parkzonen eingerichtet werden. Zeitlich befristet? Wie soll das funktionieren? Lieferanten stellen zwischen 6 und 22 Uhr zu. Diese auf bestimmte Zeiten eintakten zu wollen, wird aus logis-tischen Gründen nicht möglich sein. Und die viel beschworenen Lastenfahrräder, auf denen sich nur bestimmte Mengen transportieren lassen, nützen auch nichts, oder sollen sie auf dem Bürgersteig ihre Waren entladen?

Die mittlere Fahrbahn wird mit Lieferfahrzeugen verstopft sein, auf der linken staut sich der Verkehr. In der Haut eines Zustellers möchte niemand stecken. Steigt er links aus seinem Fahrzeug aus, kann er mit einem anderen kollidieren, steigt er rechts aus, könnte er einen Fahrradfahrer umnieten. Fahrradfahrern wird eine vermeintliche Sicherheit auf ihrer eigenen Spur vorgegaukelt. Betrachtet man das ganze Projekt ohne ideologisch rot-grün verfärbte Brille, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass der Irrsinn in Berlin seinen Lauf nimmt.

Ed Koch

  
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