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10 Millionen für die klimaneutrale Stadt

geschrieben von: Redaktion am 22.04.2022, 09:12 Uhr
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Der Forschungscampus Mobility2Grid geht in die zweite Förderphase. Im Zeitraum zwischen 2022 und 2027 erhält der Verbund von insgesamt zehn Wissenschafts- und Wirtschaftspartnern vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Förderung in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro.

Vorsitzender des Forschungscampus ist Prof. Dr. Dietmar Göhlich, der an der TU Berlin das Fachgebiet Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik leitet. Insgesamt sind sieben Fachgebiete der TU Berlin an dem Forschungscampus Mobility2Grid beteiligt.

Die Elektrifizierung des Verkehrs ist eine einzigartige Chance, Energie- und Verkehrssysteme gemein-sam zu erforschen und Synergien zu nutzen. Der Forschungscampus Mobility2Grid – angesiedelt auf dem EUREF-Areal in Berlin-Schöneberg – er-forscht und realisiert innovative Lösungen, um die Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr langfristig bezahlbar, sicher und vollständig auf Basis der Erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Dafür werden Elektrifizierungstechnologien für alle relevanten Mobilitätsbereiche und deren Kopplung mit einem dezentralen Energienetz gestaltet. Der Berliner EUREF-Campus dient dabei als Erprobungs- und Referenzquartier.

EUREF-Chef Reinhard Müller gehörte zu den ersten Gratulanten: „Lieber Professor Göhlich, Gratulation zu dieser guten Nachricht - wir sind stolz darauf, Sie und Ihr Team auf dem Campus zu wissen!“

Kerngedanke des Forschungscampus Mobility2Grid ist die Integration von gewerblichen und privaten elektrischen Straßenfahrzeugen in intelligente, de-zentrale Energienetze. In der ersten Förderphase von 2015 bis 2020 haben sich die Forschungsschwerpunkte auf folgende sieben Themenfelder verteilt: „Akzeptanz und Partizipation“, „Smart Grid Infrastrukturen“, „Vernetzte E-Mobilität“, „Bus- und Wirtschaftsverkehr“, „Bildung und Wissenstransfer,“ „Digitale Räume“ und als Querschnittsthemenfeld „Betrieb und Verwertung.“

Zu den Ergebnissen gehört u.a., dass ein umfang-reiches Verkehrs- und Mobilitätskonzept für den EUREF-Campus erstellt und umgesetzt werden konnte. Zudem wurde die Einsatzfähigkeit autonomer Fahrzeuge auf dem EUREF-Campus getestet, ein digitales Buchungstool zur Optimierung von betrieblichen elektrischen Flottenlösungen wurde entwickelt und ausgewählte Teilkonzepte des EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg konnten auf andere Standorte (EUREF-Campus Düsseldorf, Wohngebiet „Berliner Platz“ in Erfurt) übertragen werden.

Die nun bewilligte zweite Förderphase des Forschungscampus ermöglicht es, die in den vergangenen Jahren entwickelte Blaupause für den Ausbau urbaner Areale in diversen Umsetzungsprojekten in den nächsten Jahren zu verwirklichen. Hierfür wurden vier Berliner Areale identifiziert, welche sich aufgrund ihrer Voraussetzungen für den Transfer und die Erweiterung von Kernelementen der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem EU-REF‑Campus eignen. Dabei handelt es sich um den Standort des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB), den Schindler Innovation Campus Berlin (SICB), den Standort der Berlin.Industrial.Group. (B.I.G.) und das Wohnungsneubauprojekt “Das Neue Gartenfeld” (DNG). Hinzu kommt der neu entstehende EUREF-Campus Düsseldorf.

Insgesamt sind 36 Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Aus der TU Berlin sind folgende Fachgebiete involviert: Fachgebiet Arbeitslehre/Technik und Partizipation, DAI Labor, Fachgebiet Logistik, Fachgebiet Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik, Fachgebiet Energieversorgungsnetzte und Integration Erneuerbarer Energien, Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb und das Fachgebiet Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik.

Auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg arbeiten, forschen und lernen mehr als 5.000 Menschen in mehr als 150 Unternehmen, Institutionen und Start-ups rund um die Themenfelder Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit. Seit Projektbeginn in 2008 hat sich das ca. 5,5 Hektar große Stadtquartier, das bereits seit 2014 die Klimaziele der Bundesregierung für 2045 erfüllt, zu einem europaweit einzigartigen Reallabor der Energiewende entwickelt.

Quelle: idw Nachrichten – Informationsdienst Wissenschaft

  
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