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Feste feiern, wie sie fallen

geschrieben von: Redaktion am 01.05.2022, 09:50 Uhr
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Wenn man denkt, dass es nicht noch blöder kommen könnte, findet sich immer jemand, der noch einen draufsetzt. Die tagesschau berichtet über eine Debatte, die die Linkspartei angestoßen hat, und zu der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagt, dass dieses Thema für die Bundesregierung „zurzeit nicht oberste Priorität" habe, auch wenn er die Debatte „gar nicht unsympathisch" finde.


Worum geht es? Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, sollen am folgenden Tag nachgeholt werden. Wir würden also nicht heute den traditionellen 1. Mai feiern, sondern ihn auf morgen verschieben. Genauso erginge es zum Beispiel dem 3. Oktober, der dankenswerter Weise in diesem Jahr ohnehin auf einen Montag fällt. „Verloren“ ginge für die Arbeitnehmenden in diesem Jahr aber Sonntag, der 25. Dezember. Die Weihnachtsfeiertage würden nach der Logik also auf Montag, den 26., der ohne-hin frei wäre, und zusätzlich auf Dienstag, den 27. Dezember, verlegt.

Es soll tatsächlich Länder geben, die so verfahren, wie Belgien, Spanien und Großbritannien. Nicht zu fassen. „Die Linke im Bundestag wolle ‚zeitnah tätig‘ werden, ‚damit künftig keine Feiertage mehr ausfallen und der soziale Zusammenhalt im Land gestärkt wird‘, hatte Jan Korte, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, kürzlich der ‚Rheinischen Post‘ gesagt.“, berichtet die tagesschau.

Korte fordert die Arbeitgeber auf, „bis zu einer Regelung, ihren Beschäftigten einen zusätzlichen freien Tag zu geben - auch als Corona-Bonus.“ Corona muss wirklich für alles herhalten. Berlins Arbeitssenatorin Katja Kipping, berichtet die tagesschau, will das für die Hauptstadt durchsetzen. „Es geht darum, den Beschäftigen damit etwas zu-rückzugeben, was ihnen durch einen Zufall des Kalenders weggenommen wird", sagte sie dem Tagesspiegel. „Feiertage sind in Deutschland Ländersache, Kipping sieht sich deshalb zuständig.“ Durch diese Länderzuständigkeit ist der Weltfrauentag am 8. März in Berlin gesetzlicher Feiertag, wie zum Beispiel in Angola, Kasachstan, Kambodscha, Nordkorea, Russland und Belarus, nicht aber in einem anderen deutschen Bundesland.

Heike Werner, die thüringische Arbeitsministerin, ebenfalls von der Linkspartei, sagt: „Quer durch alle Jobs nehmen die Belastungen ständig zu. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, auch einmal etwas für die Entlastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu tun.“ Wie wäre es denn stattdessen mit einer kürzeren Arbeitszeit oder besseren Bezahlung, was den Schmerz, arbeiten zu müssen, lindern könnte. Die Arbeitgeberseite sieht natürlich gleich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschland gefährdet, wenn es Nachholfeiertage gäbe. Christoph Schröder vom Arbeitgebernahen „Institut der deutschen Wirtschaft“, sagt: „Deutschland weist in der EU die kürzeste Jahresarbeitszeit auf und hat gleich-zeitig zusammen mit Dänemark die meisten Frei-Tage." „Belgien, Luxemburg und das Vereinigte Königreich kämen dagegen auch mit ihren Nachhol-Feiertagen nicht auf mehr Feiertage als Deutschland.“

Es ist nicht zu fassen. In Europa versucht gerade ein Psychopath, ein ganzes Volk auszurotten, und die Linke lenkt ab mit Ersatzfeiertagen. Es gibt ohnehin zu viele Feiertage. Ginge es nach mir, gäbe es keine zweiten kirchlichen Feiertage, nicht zu Ostern, Pfingsten oder Weihnachten. In vielen europäischen Ländern ist jedoch leider auch der zweite Weihnachtsfeiertag arbeitsfrei.

Man kann über die USA denken, was man will, aber dort gibt es die zweiten Feiertage nicht, in den meisten Bundesstaaten nicht einmal Karfreitag, obwohl man ihn dort „Good Friday“ nennt, was aber nicht für Arbeitnehmer gilt. Am Ostersonntag besuchen sehr viele Amerikaner die Gottesdienste, um sich anschließend beim Easter-Sale durch die (natürlich) geöffneten Shopping-Malls zu drängeln. Das muss nun auch nicht sein.

Und es muss auch nicht sein, dass wir Feiertage verlegen, nur weil sie mal auf einen Sonntag fallen.

Ed Koch

  
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