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Der Zweite Weltkrieg endete dreimal

geschrieben von: Redaktion am 02.05.2022, 16:36 Uhr
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Der 8. Mai 1945 steht in den Geschichtsbüchern als Datum für das Ende des Zweiten Weltkriegs. Im sowjetischen Hauptquartier in Karlshorst wurde die Kapitulationsurkunde unterschrieben. Aber schon am Morgen des 2. Mai 1945 wurden Unterschriften unter eine andere Kapitulationsurkunde gesetzt, nicht in Karlshorst, sondern in Tempelhof, im Haus Schulenburgring 2, nahe des Flughafens Tempelhof. Mit dieser Kapitulationsurkunde endete der Zweite Weltkrieg in Berlin. Am 2. September kapitulierte dann auch Japan, womit der Zweite Weltkrieg end-gültig für beendet erklärt werden konnte.


Angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat in diesem Jahr niemand Lust, den „Tag der Befreiung“ zu feiern. In Moskau wird das traditionell am 9. Mai geschehen. Man darf gespannt sein, welches Militärspektakel Putin auf dem Roten Platz veranstaltet.

Seit vielen Jahren gedenken am 2. Mai die Bewohner im Schulenburgring 2 des historischen Tages, der in ihrem Haus stattfand. Vor allem kümmert sich Joachim Dillinger darum, dass in jedem Jahr ein Kranz unter der Gedenktafel, die am Haus auf Initiative der Anwohner angebracht wurde, nieder-gelegt wird. Zum 70sten Jahrestag 2015 fand eine größere Veranstaltung vor dem Haus statt, allerdings mit einem „diplomatischen Eklat.“ Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hatte die Botschafter der Staaten Russland, Belarus und der Ukraine, deren Soldaten an der Eroberung Berlins maßgeblich beteiligt waren, eingeladen, Kränze niederzulegen. Der ukrainische Botschafter, der 2015 schon Andrij Melnyk hieß, lehnte eine Teilnahme ab. Er wollte nicht mit einem Vertreter des Landes zusammentreffen, das im Februar 2014 völkerrechtswidrig die zur Ukraine gehörende Krim annektiert und einen Krieg in der Ostukraine begonnen hatte.

Auf der Schleife des von den Hausbewohnern heute Mittag niedergelegten Kranzes steht: „77 Jahre Frieden in Berlin – Frieden in der Ukraine – jetzt.“

Die Geschichte des Hauses Schulenburgring 2 können Sie in mehreren Artikeln auf unserer Seite www.paperpress.org sowie bei Wikipedia nachlesen.

Während es der sowjetischen Roten Armee gelang, Deutschland vom Faschismus zu befreien, wird dies der russischen Armee in der Ukraine nicht gelingen, weil es dort keine Faschisten gibt, von denen das Land befreit werden müsste. Die russische Armee heute ist nicht vergleichbar mit der Roten Armee der Sowjetunion, weil in dieser Soldaten aus allen Republiken, vor allem auch aus der Ukraine mit-kämpften. Es ist perfide, aber typisch für Putin, einen Zusammenhang zwischen dem Zweiten Welt-krieg und dem russischen Ukraine-Krieg herzustellen, indem er von Befreiung spricht. Es gibt nur eine Befreiung, die aussteht, und das ist die der Ukraine von Russland.

Ed Koch

  
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