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Der richtige Weg: Firmentickets - 9-Euro-Ticket hingegen populistischer Unsinn

geschrieben von: Redaktion am 06.05.2022, 07:14 Uhr
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Während die Diskussion knapp vier Wochen vor der Einführung des 9-Euro-Tickets an Fahrt aufnimmt, stellt die GASAG eine viel sinnvollere Variante vor. Das kostenlose Firmenticket.

„Zwei Berliner Traditionsunternehmen arbeiten zusammen für die nachhaltige Mobilität.“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Für zunächst ein Jahr schließen BVG und GASAG eine Kooperation, die es so für Mitarbeitende eines Berliner Unternehmens noch nicht gegeben hat. Ab dem 1. Juni 2022 erhalten jene rund 1.100 Mitarbeitende der GASAG, die in Berlin ihren Arbeitsplatz haben, von ihrem Arbeitgeber kostenfrei eine Umweltkarte für den öffentlichen Nahverkehr. Das Projekt wird seitens der BVG mit einer Mobilitätsstudie begleitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das exklusive Angebot das Mobilitätsverhalten jedes Einzelnen und jeder Einzelnen auch im privaten Umfeld verändern wird.“

Fahrrad-Senatorin Bettina Jarasch sagt: „BVG und GASAG haben hier eine vorbildliche Kooperation für die Beschäftigten vereinbart. Das Projekt zeigt, dass Mobilitätswende und konsequenter Klimaschutz zusammengehören und einander verstärken. Manchmal braucht es ganz einfache Anlässe, um Dinge zu tun, die den eigenen Alltag ändern – und zugleich die Stadt lebenswerter machen: zum Bei-spiel Bus und Bahn zu nutzen, statt mit dem Auto zu fahren. Ich freue mich insofern auf interessante Erkenntnisse der Begleitstudien zum Abo-Geschenk der GASAG.“

„Die Kooperation mit der BVG ist großartig. Und wir fördern das kostenfreie BVG-Ticket für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gerne, denn es zahlt auf unser Ziel ein, dass wir in der GASAG-Gruppe spätestens 2025 zu 100 Prozent CO2-neutral agieren wollen“, sagt GASAG-Chef Georg Friedrichs. Und die BVG-Vorsitzende Eva Kreienkamp ergänzt: „Die Wende zur umweltfreundlichen Mobilität der Zukunft geht uns alle an. Wir freuen uns sehr, dass die GASAG als Unternehmen ganz auf Bus und Bahn setzt. Das ist ein wichtiger Schritt und ein starkes Signal. Denn: der ÖPNV ist das Rückgrat nachhaltiger Mobilität. Gemeinsam wollen wir neue Fahrgäste gewinnen und schauen, wie solche Angebote ankommen und genutzt werden.“ Wenn alle Beschäftigten das Angebot nutzen, wird das Park-haus unter der GASAG-Zentrale auf dem EUREF-Campus künftig leer stehen.

Ein Sahnehäubchen gibt’s noch obendrauf: Das Um-weltticket ist übertragbar und kann nach 20 Uhr und am Wochenende mit mehreren Personen genutzt werden. Das ist der richtige Weg.

Populistischer Unsinn hingegen ist das so genannte 9-Euro-Ticket.

Es ist ja äußerst ehrenwert, wenn die Bundesregierung durch Geschenke versucht, die schlechte Stimmung im Land wegen gestiegener Preise aufzuheitern. Der Aufwand jedoch, das 9-Euro-Ticket umzusetzen, ist enorm. Es fängt bei den Automaten an, die umgerüstet werden müssen. Abo-Kunden muss die Differenz gutgeschrieben werden. Ob die Urlaubsmonate Juni, Juli und August die richtigen sind, darf auch bezweifelt werden. Es könnte zu überfüllten Verkehrsmitteln und Chaos führen. Und ob danach die Autobesitzer nicht doch lieber wieder in ihr bequemes Gefährt wechseln, anstatt sich zum Originalpreis ein Ticket zu kaufen, ist nicht sicher. Dann sollte man gleich, für welchen Zeitraum auch immer, freie Fahrt für freie Bürger anbieten und gar keine Tickets verkaufen.

Alle Maßnahmen, auch das 300-Euro-Geschenk für Erwerbstätige, von dem noch die Steuern abgezogen werden, dient lediglich der Beruhigung der auf-gebrachten Volksseele. Es gibt keine gerechte Lösung. Immer profitieren auch viele Menschen, die diese Geschenke gar nicht nötig haben. Auch die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel käme allen zugute. Lindner & Co. sollten sich mehr Mühe geben und Konzepte entwickeln, wie die jetzt vorgesehenen Milliarden vornehmlich denen zugute-kommen, die dreimal ins Portemonnaie schauen müssen, ehe sie sich einen Apfel kaufen. Auch den Erwerb eines Döners, der mit 3,50 ohnehin schon zu teuer war und jetzt bis zu sechs Euro kostet, kann sich kaum noch jemand leisten.

Ed Koch

  
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