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Abschied vom Gasherd

geschrieben von: Redaktion am 11.05.2022, 13:09 Uhr
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Keine Angst. GASAG-Vorstand Matthias Trunk, beruhigt. Es wird bis nach 2030 dauern, ehe der gute alte Gasherd gänzlich zum Auslaufmodell geworden ist. Auf eine Neuanschaffung, falls erforderlich, sollte man aber schon jetzt verzichten.

GASAG-Vorstands-Chef Georg Friedrichs und Matthias Trunk stellten heute das Geschäftsergebnis der GASAG in ihrer neuen Zentrale auf dem EUREF-Campus in Schöneberg vor. Die Zahlen seien „stabil“, für 2021. Prognosen in die Zukunft wagt heute kaum noch jemand. Dennoch lautet die Botschaft: „Berliner Energiedienstleister versorgt zuverlässig trotz heftiger Marktturbulenzen.“

2021 endete, auch für die GASAG, mit Preisturbulenzen am Energiemarkt, die so bisher beispiellos in der Geschichte der Bundesrepublik waren. Im 4. Quartal musste die GASAG als Grundversorger 20.000 neue Kunden aufnehmen, die erst einmal einen sehr viel höheren Tarif zahlen mussten als die Bestandskunden. Das hat sich nun zum 1. Mai wieder ausgeglichen. In welche Höhen die Preise künftig klettern, kann niemand voraussagen.

Eines ist sicher, Erdgas ist ein Energieträger der Vergangenheit, auch wenn er noch viele Jahre ge-braucht wird. Die Zukunftstechnologien sind bekannt, Wind, Solar, Wasserstoff. Vor allem Wasserstoff wird dafür sorgen, dass wir unseren Energie-bedarf auch weiterhin decken können.

Die GASAG hat 512.000 Gaskunden, 22.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Plus von 25.000 Kun-den gibt es beim Ökostrom. Mit 300.000 Ökostromkunden ist die GASAG einer der größten Anbieter. An der Infrastruktur für die Wasserstoffversorgung muss noch einiges in Berlin getan werden. 75 Prozent des Berliner Netzes ist wasserstofftauglich, immerhin.

Sollte es wegen des Krieges in der Ukraine zu Problemen mit der Gasversorgung kommen, so ist die GASAG gut vorbereitet. Privatkunden hätten auch bei Engpässen nichts zu befürchten. Wo es gegebenenfalls Abschaltungen geben könnte, entscheidet letztlich die Bundesnetzagentur. Klaus Müller, seit kurzem Präsident der Bundesnetzagentur, hat sich zu dieser Problematik unlängst anschaulich bei Markus Lanz geäußert.

https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-4-mai-2022-100.html

GASAG-Chef Georg Friedrichs erklärte in der Pressekonferenz: „Bis 2030 werden wir alle Gas- und Stromtarife mit Laufzeit zu 50 Prozent CO2-neutral anbieten. Energiedienstleistungen für Neu-bauquartiere werden nur noch so konzipiert, dass diese zu mindestens zwei Drittel CO2-neutral sind. Wir sehen schon jetzt, dass viele Projektentwickler oder Wohnungsbaugesellschaften diesen klimaneutralen Weg mit uns gehen wollen.“

Der Weg in eine klimaneutrale Zukunft wurde im April 2021 mit dem Unternehmensumzug der GA-SAG-Gruppe auf den klimaneutralen EUREF-Campus weiter beschritten. Ende 2021 hat das Quartiers-werk Gartenfeld, ein Joint Venture der GASAG und ENGIE Deutschland, einen Vertrag mit den Bauherren des Bauprojektes Das Neue Gartenfeld in Berlin-Spandau geschlossen. Auf dem 31 Hektar großen Grundstück wird Wohn- und Gewerberaum für rund 10.000 Menschen geschaffen. „Mit dem Energiekonzept für Das Neue Gartenfeld werden wir nicht nur 1.100 t CO2 pro Jahr einsparen. Wir denken das Quartier auch ganzheitlich. Mit unserem Angebot gehen wir weit über die Rolle eines Energieversorgers hinaus, denn wir bieten Lösungen für Energie, Mobilität und soziale Vernetzung beispielsweise über eine Quartiers-App“, erklärt Matthias Trunk, Vertriebsvorstand der GASAG. „Wir freuen uns, wenn wir Auftraggeber finden, die mit uns den Weg in eine klimaneutrale Zukunft gehen wollen. Das betrifft große Auftraggeber ebenso, wie Privatpersonen, die beispielsweise von uns eine Solaranlage mit Speicher beziehen wollen.“ Der Solarvertrieb startete im Sommer 2021. Mit aktuell 15 Mitarbeite-rinnen und Mitarbeitern sollen 2022 ein paar Hundert PV-Anlagen auf Haus- und Gewerbedächer in der Region installiert werden. Bei Gastarifen wird seit 2021 die Option KlimaPro angeboten. Damit können die CO2-Emissionen des Erdgasverbrauchs zu 100 Prozent ausgeglichen und zugleich soziale Projekte gefördert werden.

Trotz einem auf 21.385 GWh gesunkenen Gasabsatzes (25.302 GWh in 2020) ist der Umsatz mit 1.357 Mio. Euro höher als im Vorjahr (1.223 Mio. Euro in 2020). Gründe dafür sind das kalte Frühjahr 2021, die Einführung des CO2-Preises und die hohen Marktpreise Ende des Jahres. Das im Wesentlichen um Witterungseffekte bereinigte EBIT* bewegt sich mit 116 Mio. Euro wiederum auf Vorjahresniveau (114 Mio. Euro in 2020). Neben dem Witterungseffekt hatte auch der Restrukturierungsaufwand für GASAG 2025 Einfluss auf dieses stabile Ergebnis. Durch das Transformationsprogramm wurde die GASAG-Gruppe für die klimaneutrale Energiezukunft effizienter aufgestellt. 2021 wurde der Umbau erfolgreich abgeschlossen. Mit einheitlichen Angeboten über alle Vertriebseinheiten und der Bündelung von Support-Funktionen wie Personal oder Marketing wurden Synergien geschaffen.

*Das englische Akronym EBIT steht für „earnings before interest and taxes“ und beschreibt somit (vereinfacht) den Gewinn eines Unternehmens ohne Ausgaben und Einnahmen durch Zinsen und Steuern. Im Deutschen setzt man das EBIT auch mit dem operativen Ergebnis oder Betriebsergebnis gleich.

Die Investitionen in Sachanlagen, vor allem in den Netzaus- und -umbau, liegen mit 125 Mio. Euro hoch, aber etwas unter Vorjahresniveau (131 Mio. Euro). In 2022 sind mit einem Volumen von 132 Mio. Euro verstärkt auch Investitionen in dezentrale Energielösungen (z.B. Infrastruktur inkl. Nahwärmenetze) für klimaneutrale Quartiere geplant. Immer mit dem Ziel im Blick den Anteil erneuerbarer Energien wie Geothermie oder grüne Gase zu erhöhen. Die GASAG-Gruppe übernimmt die Verantwortung für eine stabile und zuverlässige Versorgung in der Region Berlin-Brandenburg auch in schwierigen Zeiten.

Die Energiewelt hat sich seit den ersten Preisanstiegen im Herbst 2021 und dem Ukraine-Krieg ab Februar 2022 komplett verändert. Energie ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich teurer geworden. Laufzeitangebote über mehrere Monate haben alle Energielieferanten aufgrund der Volatilität der Einkaufspreise und des damit verbundenen Risikos verteuert – zeitweise gab es nur ein sehr reduziertes Angebot auf den Preisvergleichsportalen. In diesen turbulenten Zeiten wird ein zuverlässiger Grundversorger – wie die GASAG in Berlin – mit einer langfristigen Einkaufsstrategie und einem angemessenen Preis geschätzt. Das wird beispiels-weise deutlich durch ein Kundenwachstum (Gas und Strom) von bis zu neun Prozent im Commodity(Waren)-Vertrieb.

Geraten Kundinnen und Kunden der GASAG-Gruppe wegen zu hoher Preise in Zahlungsschwierigkeiten, unterstützt der Kundenservice auf unterschiedlichen Ebenen. Ratenzahlungen können vereinbart werden, ebenso wird zu Energiesparmöglichkeiten beraten. Die GASAG ist langjähriges Mitglied im Fachforum Energiearmut und wird dieses Engagement vor dem Hintergrund steigender Energiepreise intensivieren. Zudem tauscht sich der Kundenservice – bei Vorlage einer Vollmacht – auch direkt mit den Jobcentern und Bezirksämtern aus, um staatliche Unterstützungsmöglichkeiten unmittelbar zu sichern. Damit Unterstützung angeboten und Vereinbarungen getroffen werden können, ist es wichtig, dass sich betroffene Kunden beim Kundenservice melden. Das GASAG-Kundenzentrum befindet sich am Eingang zum EUREF-Campus in der Torgauer Straße.

GASAG feiert 2022 ihren 175. Geburtstag. Diese Zahl allein belegt schon die Verbundenheit des traditionsreichsten Berliner Energiedienstleisters mit der Region. Seit einem Vierteljahrhundert pflegt die GASAG nun auch schon die Partnerschaften mit der Berlinischen Galerie und der Neuköllner Oper. Der GASAG Kunstpreis und der Berliner Opernpreis sind angesehene Auszeichnungen für junge Künstler. Und dass die Eisbären Berlin zum neunten Mal deutscher Meister sind, macht den GASAG-Vorstand besonders stolz, ist doch das Unternehmen seit der Saison 1995/96 Hauptsponsor der Eishockey-Mannschaft.

Der GASAG UmweltEuro geht in das dritte Jahr und startet wieder Ende Mai 2022. In diesem Jahr werden insgesamt 50.000 Euro für Projekte und Initiativen zur Verfügung gestellt, die sich mit Nachhaltigkeit, Klima- oder Umweltschutz beschäftigen. Seit 2019 wurden bisher insgesamt 165.000 Euro von der GASAG an Berliner Projekte gespendet, die von Berlinern und Berlinerinnen ausgewählt wurden.

Quelle: GASAG Berlin
Zusammenstellung und Kommentierung: Ed Koch

  
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