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Heimspiel bei YEC

geschrieben von: Redaktion am 17.08.2022, 10:57 Uhr
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Berlin ist, wie wir wissen, die größte türkische Stadt außerhalb der Türkei. Rund 200.000 Menschen mit türkischen Wurzeln leben in Berlin, was einem Anteil von sechs Prozent an der Gesamtbevölkerung entspricht. Leider wird dieser Prozentsatz beim Publikum von Young Euro Classic nicht erreicht. Gestern waren schon deutlich mehr türkischstämmige Mitbürger beim Konzert, schließlich trat die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei auf. Für die jungen Künstlerinnen und Künstler war es sozusagen fast ein Heimspiel, nicht zum ersten Mal.


Regula Rapp, die Rektorin der Barenboim-Said-Akademie, begrüßte das Orchester und das Publikum. Im Saal wurde auch der türkische in Deutschland lebende Journalist Cem Dündar gesehen, den Putin-Freund Erdoğan zum Staatsfeind der Türkei erklärt hatte, was einer Auszeichnung gleichkommt.

Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei und ihren dynamischen Chefdirigenten Cem Mansur muss man dem Publikum von Young Euro Classic eigentlich nicht mehr vorstellen! Regelmäßig sind die jungen Türken im Sommer zu Gast gewesen, und immer wieder haben sie mit spannenden Programmen und mediterranem Temperament für Begeisterung gesorgt. Das war auch in diesem Jahr der Fall, als sie mit hohem Tempo das farbige und abwechslungsreiche Programm absolvierten.

Zum Einstieg gab es eine doppelte Hommage an Tschaikowski, mit seiner Mozartiana-Suite und den virtuosen Rokoko-Variationen für Violoncello, an dem Poyraz Baltacıgil das Publikum begeisterte.

Im zweiten Teil spielt das Orchester dann Faurés elegante Theatersuite Masques et Bergamasques sowie – als Hommage an die deutsche Romantik – Robert Schumanns selten zu hörende Komposition Ouvertüre, Scherzo und Finale. Und als Novität aus der Heimat steuerte Evrim Demirel Teil Zwei seines erfolgreichen Orchesterstücks Ottoman Miniatures bei.

Mit zwei Zugaben wurde das Publikum durch anhaltenden Applaus belohnt. Die Mercator Stiftung und die Deutsch-Türkische Jugendbrücke haben das Konzert unterstützt.

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 durch den Dirigenten Cem Mansur versteht sich die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei als „Laboratorium der Demokratie“, wo über die intensive musikalische Arbeit hinaus die Prinzipien von Koexistenz, Leadership, Selbstachtung und Verantwortung verwirklicht werden. Workshops und Seminare nehmen dabei eine wichtige Rolle ein – so auch 2014, als das Orchester zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin zu Gast an der Spree war. Neben den eigenen Festivalauftritten bei Young Euro Classic – zuletzt 2015, 2017 und 2019 – fanden auch zwei binationale Projekte große Resonanz, so 2011 das Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland und 2012 das Armenisch-Türkische Jugendorchester.

In den letzten Jahren gastierten die Musiker im Alter zwischen 16 und 22 Jahren mit großem Erfolg in den Philharmonien von Dortmund und Essen, im Auditorium in Rom, in Brüssel, beim Brucknerfest in Linz und beim Beethoven-Fest in Bonn. Das Orchester ist ferner häufig in Wien, Budapest, Prag und Warschau aufgetreten. Dabei arbeitete es mit Solisten wie Murray Perahia, Natalia Gutman, Ivo Pogorelich, Stephen Kovacevich, Shlomo Mintz and Salvatore Accardo zusammen.
http://www.genclikfilarmoni.org/

Die persönliche und künstlerische Biographie von Cem Mansur könnte kosmopolitischer nicht sein: Der englisch-türkische Doppelbürger kam 1957 in Istanbul, in einer multinationalen und vielsprachigen Familie zur Welt. Er studierte in London und an-schließend am Los Angeles-Philharmonic-Institute bei Leonard Bernstein.

Nach der erfolgreichen Aufführung von Edward Elgars unvollendeter Oper The Spanish Lady 1986 in London folgten Engagements bei international bedeutenden Orchestern und Opernhäusern in Europa und den USA wie auch in Israel und Südafrika. 2009 leitete Mansur die Europäische Erstaufführung von Arvo Pärts Vierter Symphonie in Helsinki, 2010 die Uraufführung von dessen Komposition Veni Creator in Polen. Als Chefdirigent der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei dirigierte er Gast-spiele bei Young Euro Classic und leitete mehrere binationale Projekte, u.a. das Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland und das Armenisch-Türkische Jugendorchester. 1998-2011 war er außerdem Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Akbank Chamber Orchestra.

Quelle: YEC - Kommentierung: Ed Koch

Und schon befindet sich Young Euro Classic wieder auf der Zielgeraden. Heute ist das Interna-tional Lutosławski Youth Orchestra Polen zu Gast, mit Werken polnischer Komponisten und Béla Bartóks Konzert für Orchester.

Am Donnerstag, dem 18. August 2022, steht die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker aus Österreich auf der Konzertbühne u.a. mit Joseph Haydns Sinfonia concertante und Antonín Dvořák Achter Symphonie.

Das Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre besucht uns am Freitag, dem 19. August, u.a. mit Sergei Prokofjews Symphonie classique.

Am Samstag, dem 20. August, wird’s wieder jazzig im Konzertsaal mit dem Bundesjazzorchester unter der künstlerischen Leitung von Michael Gibbs.

Und zum Schluss der 23. Saison von Young Euro Classic am Sonntag, dem 21. August 2022, moderiert Sascha Hingst nicht die Abendschau, sondern begrüßt das Nationaal Jeugdorkest der Nieder-lande. Die jungen Holländer lassen es dann noch einmal richtig krachen mit Richard Strauss „Don Juan“, Benjamin Brittens Violinkonzert und Gus-tav Mahlers Vierter Symphonie.

Alle Informationen und Tickets unter
www.young-euro-classic.de



  
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