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Young Euro Classic: Das Finale

geschrieben von: Redaktion am 22.08.2022, 07:07 Uhr
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Soll es das schon gewesen sein? Young Euro Clas-sic 2022 ist zu Ende. Was mach ich bloß heute Abend? Kein Konzerthausbesuch mit vorherigem Abendessen bei Lutter & Wegner oder im Erdinger am Gendarmenmarkt? „Bloß nicht langweilen!“, ist das Motto des rbb, kein Grund, deshalb fernzusehen. Oder doch? Empfehlung: Noch einmal das wunderbare Konzert des European Union Youth Orchestra vom 8. August bei arte anschauen.

https://www.arte.tv/de/videos/109723-001-A/european-union-youth-orchestra/

Die wichtigste Meldung sei an den Anfang gestellt:
Young Euro Classic Vol. 24
vom 11. bis 27. August 2023

Das diesjährige Festival der besten Jugendorchester der Welt endete am Sonntag, dem 21. August. Den fulminanten Schlusspunkt setzte das Nationaal Jeugdorkest der Niederlande mit seinem Dirigenten Alexander Shelley und den Solisten Coraline Groen (Violine) und Laetitia Gerards (Sopran). Zur Aufführung kamen Richard Strauss „Don Juan“, Benjamin Brittens Violinkonzert und Gustav Mahlers Vierte Symphonie. Das war noch ein-mal Klassik vom Feinsten.

Bevor es aber losging, wurde der Europäische Komponistenpreis verliehen. Sascha Hingst moderierte die Verleihung und war vielleicht sehr froh, mal keine schlechten Nachrichten aus seinem Sender in der Abendschau verkünden zu müssen.

Offenheit, Lust auf Aufbruch und Neues zeigte sich im Engagement der ersten Publikumsjury seit Corona. Ihre Teilnehmenden kürten die Deutsche Erstaufführung „Ottoman Miniatures II“ von Evrim Demirel zum Gewinner des Europäischen Komposi-tionspreises 2022. Von der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey gestiftet, ist er mit 5.000 Euro dotiert. Stolz hält Demirel den Scheck in Höhe. Er erfuhr Samstagabend, dass er gewonnen hatte und flog am nächsten Morgen sofort nach Berlin, um bei der Preisverleihung dabei sein zu können.

Jurymitglied Christine Fidancan, im richtigen Leben die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engage-ment beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, freut sich mit Evrim Demirel, der auch ihr Favorit war, über die Gesamtentscheidung der ehrenamtlichen Publikums-Jury.

„Klänge können andere Räume erschaffen: Dafür ist dieses Werk das beste Beispiel“, heißt es in der Begründung der Jury. „Ottoman Miniatures II“ habe die Hörenden auf eine Reise ins Orientalische mit-genommen, das Herz angesprochen und das Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Moderne gelungen vertont.

Die Konzerte des Niederländischen Jugendorchesters NJO zählen seit langem zu den verlässlichen Höhepunkten beim Festival Young Euro Classic. Denn die hervorragend aufgestellte musikalische Förderung in unserem Nachbarland sorgt dafür, dass Qualität beim NJO einfach selbstverständlich ist. Hinzu kommen ehrgeizige, spannende Programme und vielversprechende niederländische Nachwuchs-Musikerinnen und Musiker.

Zwei von ihnen stellten sich auch in diesem Sommer im Konzerthaus vor: Die Geigerin Coraline Groen präsentierte mit Brittens Violinkonzert ein Werk, in dem der 26-jährige Komponist schon 1939 seine überragende Begabung erkennen ließ.

Die junge Sopranistin Laetitia Gerards wiederum sang den Solopart in Mahlers Vierter Symphonie, die mit ihren vielen Stimmungswechseln auch dem Orchester eine dankbare Aufgabe abverlangte.

Am Pult stand der Brite Alexander Shelley – wie schon mehrfach im Konzerthaus erlebt – ein Garant für den optimalen Draht zu den jungen Musikerinnen und Musikern.

Das Nationale Jugendorchester der Niederlande (NJO) ist Teil eines umfangreichen musikalischen Gebäudes, das sich in verschiedensten Sparten, vom Barockorchester bis zur Opern-Compagnie, die Förderung musikalischer Talente auf die Fahnen geschrieben hat.

Höhepunkt der weitgefächerten Aktivitäten ist in jedem Jahr der NJO Musiksommer Gelderland, bei dem sich auch das Symphonieorchester mit zahlreichen Auftritten präsentiert, bevor es anschließend auf internationale Tournee geht. Dagegen ist die Wintertour jeweils für Konzerte in den wichtigsten Städten der Niederlande reserviert.

Derzeit fungiert der Dirigent Antony Hermus, mit dem das NJO auch schon bei Young Euro Classic zu erleben war, als Künstlerischer Berater. Daneben haben immer wieder renommierte Gäste wie Philippe Herreweghe, Jaap van Zweden, Ivan Fischer und Oliver Knussen das Orchester geleitet. Nicht zuletzt wirkten renommierte Komponisten wie Steve Reich, John Adams, Kaaja Saariaho und Wolfgang Rihm als „Composer in Residence“ beim NJO. www.njo.nl

Der 42-jährige Alexander Shelley ist dem Publikum von Young Euro Classic seit seinem Auftritt mit dem Bundesjugendorchester in bester Erinnerung. Seine Dirigierlaufbahn begann der gebürtige Brite und studierte Cellist 2005 mit dem Gewinn des renommierten Dirigierwettbewerbs in Leeds. Seitdem hat er viele Orchester in Europa, Nordamerika, Asien und Australien dirigiert; seit 2015 leitet er das National Arts Centre Orchestra in der kanadischen Hauptstadt Ottawa.

Einen besonderen Namen machte er sich als Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker (2009-17), wo er mit seinen Klassik Open-Air-Konzerten mehr als eine halbe Million Zuhörer begeisterte. Ein besonderes Anliegen ist Shelley die Vermittlung klassischer Musik mittels Interviews und Podcasts; bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen betreut er außerdem das Projekt „Zukunftslabor“. In der Zusammenarbeit mit dem Bundesjugendorchester sticht die gemeinsame Tournee 2016 mit Campino von den „Toten Hosen“ heraus. Ebenfalls mit dem BJO nahm er die CD Gipfeltreffen mit Werken von Haydn, Dukas, B. A. Zimmermann und Bernstein auf.
alexandershelley.com

Stammgast bei Young Euro Classic: Über seine Zeit als Regierender Bürgermeister hinaus besucht Michael Müller die Konzerte von Young Euro Classic und wurde von Festivalleiterin Dr. Gabriele Minz herzlich begrüßt.

Die 23ste Saison von YEC war großartig, fantastische und hochtalentierte junge Künstlerinnen und Künstler deren Musik oft mitreißend, manchmal melancholisch, aber immer den Kopf und das Herz erreichend. Das eine oder andere Werk sagte nicht jedem zu, gerade was die Uraufführungen betraf. Musik ist aber auch Geschmacksache. Bei vielen Orchestern spürte man die Freude der Jugendlichen am Musizieren, bei einigen hatte man den Eindruck, als absolvierten sie nur ein Pflichtprogramm. Der Funke zwischen Orchester und Publikum sprang in vielen Fällen über, was sich an der Begeisterung zeigte, die dann auch mit Zugaben belohnt wurde.

Am Schluss der Berichterstattung müssen ein paar Dankesworte erlaubt sein: An den Künstlerischen Leiter Prof. Dr. Dieter Rexroth für das großartige Programm, an die Festivalleiterin Dr. Gabriele Minz und ihrem Team für die ebenso großartige Organisation, an Dr. Willi Steul, dem Vorsitzenden des Vereins Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V., der seit dem Jahre 2000 als Veranstalter die Verantwortung trägt, und natürlich den zahlreichen Sponsoren, die dieses Festival erst möglich machen. Ein persönliches Dankeschön geht an Elisabeth Friedrich und Alexander Flöth von Artefakt Kulturkonzepte für die geduldige Pressebetreuung, und last not least an Kai Bienert für die tollen Konzertfotos. Mögen alle gesund und zuversichtlich bleiben. Wir sehen uns wieder am 11. August 2023, 20:00 Uhr, Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Quelle: YEC
Zusammenstellung, Kommentierung: Ed Koch

Die Bilanz des Veranstalters

Kultureller Austausch bleibt auch in Krisenzeiten ein Lebenselixier: Davon konnte man sich bei Young Euro Classic überzeugen, das am 21. August 2022 mit dem Nationaal Jeugdorkest (Niederlande) nach 17 Tagen zu Ende ging. Die Veranstalter bli-cken auf eine erfolgreiche 23. Saison: Das internationale Festival für Jugendorchester konnte endlich wieder mit voll besetzten Klangkörpern das Publikum im Konzerthaus Berlin mitreißen. Über 20.500 Besucher applaudierten bei 17 Konzerten im gut ausgelasteten Großen Saal.

„Ich bin froh und dankbar, dass Young Euro Classic in dieser herausfordernden Zeit stattfinden und mit so viel Ausstrahlung die Mitwirkenden und unser Publikum begeistern konnte“, so Festivalleiterin Dr. Gabriele Minz. Auch der Künstlerische Leiter, Prof. Dr. Dieter Rexroth zeigt sich zufrieden: „Neben dem gesteigerten Leistungsniveau der Ju-gendorchester und ihrer verantwortungsvollen Hochschätzung gegenüber Meisterwerken wie Mahlers Fünfter Symphonie beeindruckte Young Euro Classic 2022 als Musikfest von sinnlicher Kraft und Begeisterung, das Zukunft verheißt und manchmal sogar fast greifbar macht.“

Wie wichtig diese Plattform für Jugendorchester nach wie vor ist, zeigten auch die Reaktionen der jungen Musiker, etwa die von Simone Molino: „Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages die Chance haben würde, in diesem bekannten, schönen Konzertsaal zu spielen: Ein Traum, der zusammen mit dem italienischen Jugendorchester unter der Leitung von Maestro Daniele Giorgi im Rahmen des inter-nationalen Musikfestivals Young Euro Classic wahr geworden ist!“

Das Bedürfnis nach Musik zum Miterleben und Mit-machen bestätigte neben mehrfach ausverkauften Konzertabenden auch der Young Euro Classic Kindertag, an dem 1.200 Kinder und Angehörige u.a. dem Kinderkonzert des Orchestra in Residence O/Modernt New Generation Orchestra – ebenfalls eine kreative Neuauflage im Krisenjahr 2022 – zu-hörten. Auch die Deutsch-Französische Juniorakademie war ein voller Erfolg, nahm sie doch junge Neuköllner und Franzosen mit einer kulturellen Jugendreise nach Pau, auf ein einmaliges Sommerabenteuer voller Musik.

Auch die aktuellen Krisen der globalen Gesellschaft bildeten sich auf der Bühne ab: Oksana Lyniv, Gründungsdirigentin des Youth Symphony Orchestra of Ukraine stellte vor dem Konzert bewegend zwei Fluchtschicksale ihrer jungen Musiker vor. Das European Union Youth Orchestra hielt vor Konzertbeginn eine Schweigeminute in Solidarität mit der Ukraine. Auch die Tradition der Festivalpaten wurde für neue Impulse geöffnet, indem man das Wort den Musikern übergab: Das Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre betonte in seiner Ansprache den sozialintegrativen Aspekt des Orchesters, die Ange-lika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker die außergewöhnliche Chance, im Ausland aufzutreten.

Bei der 23. Ausgabe von Young Euro Classic sorgten 14 Jugendorchester, zweimal das Orchestra in Residence und ein Tanzensemble, alle aus Europa sowie Nord- und Südamerika, für große Emotionen auf der Bühne des Konzerthaus Berlin. Fünf Orchester feierten ihre Premiere: das Chineke! Junior Orchestra aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien, das Western Balkans Youth Orchestra mit Musikern aus den sechs Nicht-EU-Ländern des Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien), das International Lutosławski Youth Orchestra aus Polen, die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmo-niker sowie das Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre.

Angeleitet von zwölf Dirigenten und zwei Dirigentinnen haben rund 1.200 Musiker ihr musikalisches Können unter Beweis gestellt. Größtenteils zwischen 18 und 28 Jahre alt – wobei auch Ausnahmetalente ab 12 Jahren dabei waren – kamen die Musiker in diesem Jahr aus über 20 Ländern und Regionen.

Die Auslastung von 78 Prozent zeigt das Bedürfnis des Publikums nach unmittelbarem Musikerleben. Die höhere Nachfrage nach den günstigeren Plätzen im zweiten Rang spiegelt dabei auch die Herausforderungen der Krisen im Alltag wider.

Nachträgliche Ausstrahlungen

Folgende Konzerte wurden live auf ARTE Concert gestreamt und sind noch drei Monate lang on demand in der Mediathek verfügbar:

European Union Youth Orchestra (Konzert vom 08.08., bis 06.11.)
Jovem Orquestra Portuguesa (Konzert vom 09.08., bis 8.11.)
Youth Symphony Orchestra of Ukraine (Konzert vom 10.8., bis 08.11.)
Chineke! Junior Orchestra (Konzert vom 11.08., bis 09.11.)

Folgende Konzerte wurden von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – in der Dlf Audiothek App, über UKW, DAB+ und deutschlandfunkkultur.de:

23.08. International Lutosławski Youth Orchestra (Konzert vom 17.08.)
25.08. Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay-Sodre (Konzert vom 19.08.)

rbbKultur (UKW 92,4 und Kabel 95,35) strahlt die folgenden Mitschnitte am 4.9. im Rahmen des ARD Radiofestivals hier aus:

04.09. Youth Symphony Orchestra of Ukraine (Konzert vom 10.08.)
04.09. Nationale Jugendphilharmonie der Türkei (Konzert vom 16.08.)

Für das Vertrauen und die langjährige Unterstützung dankt der Deutsche Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V. dem Konzerthaus Berlin und Ströer.

Weiterer Dank gilt besonders dem Bund mit der Beauftragten für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Land Berlin und dem Hauptstadtkulturfonds sowie Neustart Kultur und der Initiative Musik e.V., dem Hauptpartner KfW sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken, der GVL, den Medienpartnern, den zahlreichen Spendern und Unterstützern sowie dem großartigen Publikum.

Für die Ermöglichung von NEXT GENERATION dankt das Festival dem Bundesfamilienministerium, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und Heimstaden.

Außerdem geht ein Dank an den Verein der Freunde von Young Euro Classic e.V., dem jeder beitreten kann, der das Festival unterstützen will.

Weitere Informationen: www.young-euro-classic.de

  
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