Willkommen bei PaperPress Jugendpolitischer Pressedienst
suchen  
Hauptmenü  

Online  
Es sind 30 Besucher und 0 _MEMBER0 online..

Anmeldung

Sprachen  
Sprache auswählen:


  

Reaktionen

geschrieben von: Redaktion am 30.08.2022, 08:52 Uhr
paperpress604 
Wir haben eine muntere Leserschaft, die nicht alles hinnimmt, was wir verbreiten. Und gerade das macht Spaß. Wir haben einige Zuschriften zu den Themen 9-Euro-Ticket und Forderungen der Jugend an die Politik erhalten. Wir haben zwei herausgesucht, leicht gekürzt, eventuell strafrechtlich relevante Bezeichnungen geXt, aber ansonsten alles so belassen.


Auch wenn ich Ihnen zu der schlechten Performance von Jarasch und den Grünen sowie der X-figur Saleh und der Ampel recht geben muss: die FPD ist an Populismus (dafür steht das P und FDP) ja neben der AFD und CSU kaum zu überbieten! Haben Lindner, Czaja und Kollegen doch den Tankrabatt mit Applaus gegen Expertenrat durchgewunken und dann – als das Konzept nicht wirklich funktioniert hat (hier haben sich nur die Fahrer dicker Autos, die eh nicht auf die Tankuhr schauen und die Konzerne selbst gefreut) – auf die böse Opposition gezeigt (FDP und CDU fordern Habeck dazu auf, Ölkonzerne einzubestellen) statt vorab mal Kartell und Lobbyismus zu googlen … wenn man sich diese Summen der Geldverschwendung anschaut und wo sie gelandet sind … in Kombination mit der großen Klappe und Schuldabweisung danach … peinlich. Von daher kann ich weder Czaja noch Ihnen an diesem Punkt recht geben und musste dazu was sagen bzw. schreiben. Denn bei dem Gestank wird mir ebenso übel …

Sarkastischer Denksport zum Abschluss: Wie viele Scheuer braucht man für einen Lindner? Kleine Hilfe: PKW Maut 500 Millionen in 4 Jahren. Tankrabatt 3 Milliarden in 3 Monaten. Wobei man zu Linders Verteidigung sagen muss: hier blieb immerhin überhaupt irgendetwas für Konzerne UND Bürger übrig. Gut, für erstere mehr … aber mal verliert der sogenannte „kleine Bürger" und mal gewinnen die Anderen. Und nur Letztere sind für die FDP interessant.

Alles, was man zum 9-Euro-Ticket wissen muss:

https://www.vdv.de/bilanz-9-euro-ticket.aspx?fbclid=IwAR3TITHMLfoafhHF-9wtgiQ4ppldHw9EGY-3lbCc04yeV2yPDCnfhl0cpyk

Anmerkungen:

Das 9-Euro-Ticket endet morgen um Mitternacht. Und was meldet das ZDF heute Morgen? Eine Nachfolgelösung ist noch nicht gefunden worden, es drohen aber Preiserhöhungen im ÖPNV. Logisch. Alles wird teurer, und selbst die neuen schönen E-Busse der BVG benötigen Strom. Was schreibt mir Vattenfall? Berlin Basis Privatstrom: Preis bis 30. September 2022 28,82 Cent/kWh – Preis ab 1. Oktober 2022 33,12 Cent/kWh – Umfang der Änderung + 4,30 Cent/kWh. Der Grundpreis für den Zähler, 8,20 Euro/Monat bleibt stabil.

Auf eine „gute Nachricht“ weist Vattenfall auch hin. „Ab dem 1. Juli 2022 wurde die EEG-Umlage gesetzlich um 3,723 Cent/kWh (netto) auf 0 Cent/kWh gesenkt. Diese Absenkung haben wir vollständig an Sie weitergegeben.“ Immerhin.

Zum Tragen kommt die Preiserhöhung erst mit der nächsten Jahresrechnung, also 2023. Dann werden die monatlichen Abschlagzahlungen „angepasst“ und dann erfahren wir auch, wie viel nachzuzahlen ist. Um einer zu großen Nachzahlung vorzubeugen, bietet Vattenfall an, bereits jetzt die Anpassung vorzunehmen. Also: jetzt gleich mehr zahlen oder auf die große Nachzahlung im nächsten Jahr warten.

Mein Vermieter hat mich schon vor einiger Zeit auf die anstehenden höheren Heizkosten hingewiesen, die in der nächsten Betriebskostenabrechnung ihren Niederschlag finden werden. Um eine größere Nachzahlung in einer Summe 2023 zu vermeiden, wurde angeboten, freiwillig die Vorauszahlung zu erhöhen. Habe ich gemacht. 50 Euro pro Monat mehr. Warum soll ich mich aber beschweren, habe ich doch als Rentner eine „satte“ Erhöhung zum 1. Juli bekommen. Zum Glück, denn Heiz- und Energiekosten fressen den größten Teil auf, und die Inflation sorgt für ein Minus in der Schlussabrechnung.

Die Konsequenzen aus all dem werden verheerend sein und sich auf alle Bereiche auswirken. Beim Einkaufen rückt die Bückware verstärkt ins Blickfeld. Reisen? Konzerte? Gaststättenbesuche? Alles Faktoren mit Einsparpotenzialen. Die Folgen für diese Dienstleister kann man sich vorstellen.

Aber, unsere Bundesregierung arbeitet an Entlastungspaketen. Die Frage ist nur, wer in der Bundesregierung daran arbeitet. Die Ankündigungen vor der Klausurtagung in Meseberg sind höchst unter-schiedlich zwischen Kanzler, Vize-Kanzler und Vize-Vize-Kanzler.

Der Salehsche Schnellschuss bezüglich eines Berliner Alleingangs bei der Nachfolge für das 9-Euro-Ticket ist schon im Lauf der Flinte explodiert. Es wird keine Regelung ohne Einbeziehung von Brandenburg geben. Und ob die Bundesregierung bis Oktober einen Plan vorlegen wird, ist fraglich. Irgendetwas muss allerdings passieren, denn wenn es ums Geld geht, verstehen die Bürger keinen Spaß. Alle Probleme nur auf Putin zu schieben, greift zu kurz.

Forderungen der Jugend an die Politik

Zu diesem Thema schrieb uns ein Leser:

Mir wird angst und bange, wenn ich daran denke, dass diese Jugendlichen einmal die Geschicke unseres Landes und unserer Gesellschaft leiten sollen - wollen, werden, sollen?

Die Vereinten Nationen haben einen relativ kurzen, aber m.E. ausreichend und umfassenden Beschluss zum Thema „Menschenrechte“ verabschiedet, der aus meiner Sicht auch sehr genau von unseren Regierungen entsprechend dem Grundgesetz beachtet wird:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“, so heißt es in den ersten drei Artikeln der UN-Menschenrechtscharta.

Ich kann nicht erkennen, dass es als „Menschenrecht“ bezeichnet wird, womit die Regierung für einen angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu sorgen hat. Natürlich sollte dies ein Ziel von sozialen Regierungen in unserem Kulturkreis sein, aber eine Verpflichtung ist dies bisher jedenfalls nicht - vielleicht leider.

Auch zum Thema Schulpolitik hatte es bereits Umfragen direkt bei Schülern gegeben und diese hatten eine Mehrheit für die Beibehaltung von Noten ergeben. So ist das auch später im Leben, wenn man studiert (und womöglich einen Numerus Clausus) benötigt.

Was soll das denn mit einem „Ausbildungsgehalt“ - wofür wird dieses Gehalt bezahlt? Für ein aus-schweifendes Studienleben oder für gute Noten?

Und zu guter Letzt das Thema „Unisex-Toiletten“. Die Entwicklung unserer Toiletten-„Kultur“ war durchaus sinnvoll - oder achtet jeder Mann darauf beim Pinkeln nicht die Brille vollzuspritzen was dann für die folgende Dame nicht besonders amüsant ist?

Ich hoffe nur sehr, dass ich nicht mehr von solchen Spinnern regiert werde!

Anmerkungen:

Wir sollten ein bisschen nachsichtiger mit den Forderungen von jungen Menschen sein. Sie lernen schnell genug die Unterschiede im richtigen Leben zwischen Anspruch und Wirklichkeit bzw. Möglichkeit. Der Begriff Leistungsgesellschaft ist nicht neu. Ganz im Gegenteil: Leistung war immer wichtig, nach meiner Einschätzung früher mehr als heute. Warum es heute vor allem unter jungen Menschen immer mehr gibt, die sich mit einem Burn-Out zurückziehen und meinen, sich erst einmal selbst finden zu müssen, bevor sie wieder in den Arbeitsall-tag einsteigen, verstehe wer will.

Bei allen Problemen, wir leben in einer Zeit des Fachkräftemangels. Arbeitgeber locken Jugendliche mit allen möglichen Vergünstigungen, damit sie einen Ausbildungsplatz annehmen. Das war vor etlichen Jahren noch anders. Jeder, der arbeiten kann und vor allem will, kann sich eine Tätigkeit aus der großen Angebotspalette aussuchen. Es muss nicht mehr so sein wie früher, als man sich einen Job aussuchte und diesen bis zum Eintritt in die Rente ausübte. Selten waren die Angebote, einen guten Arbeitsplatz zu finden, so groß wie heute.

Ich habe mir beispielsweise in der GASAG- und der Vattenfall-Zentrale die Arbeitsplätze angeschaut. Man sucht sich einen Schreibtisch aus, schließt sein Tablet an und los geht’s. Gut, ein Foto des Kindes oder den eigenen Kaktus kann man nicht mehr auf dem Schreibtisch stehen lassen, weil man keinen festen Platz hat. Meine Ausbildungszeit verbrachte ich in einem großen Lebensmittelkonzern. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass dort irgendwo ein Kicker für die Pausenunterhaltung rumstand. Auch gab es keine gut ausgestatteten Teeküchen in jeder Etage, wir hatten damals bestenfalls eine kleine Kaffeemaschine im Büro stehen. Ein privater Kühlschrank wurde wegen des Stromverbrauchs schon sehr kritisch gesehen. Die Kantine in meinem Unternehmen war erträglich, aber weit von dem entfernt, was heute große Unternehmen bieten. Bequeme Sessel und Sofas für die Pausenerholung gab es auch nicht. Wie kann man angesichts dieses heute vorherrschenden Luxus mit einem Burn-Out zusammenbrechen?

Die Toilettenfrage muss wirklich geregelt werden, das meine ich ernst. Ob Unisex die Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Meine Festival-Lieblings-Klofrau beklagt stets, dass die Damen Toiletten weniger sauber hinterlassen werden als die der Herren. Sie muss es wissen. Welche Lösung auch immer für alle sexuellen Orientierungen gefunden wird, ich bestehe auf einem WC, an dessen Tür ein H steht.

Ed Koch



  
Anmeldung  




 


Registrierung

Impressum  
p a p e r p r e s s
Ed Koch (Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt)
Träger: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V.
Vorstand: Ed Koch - Mathias Kraft
Postfach 42 40 03
12082 Berlin
Email: paperpress[at]berlin.de
PDF-Newsletter-Archiv:
www.paperpress-newsletter.de

Diese WebSite wurde mit PostNuke CMS erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erh�ltlich.