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Beiträge: "...und das ist auch gut so!"

geschrieben von: Redaktion am 08.09.2007, 07:22 Uhr
paperpress548 
Angeblich kennt noch keiner den Inhalt des Buches, sieht man einmal von den Autoren Klaus Wowereit und Hajo Schumacher und denen, die es gedruckt haben, ab. Dennoch wissen einige Journalisten, dass sich Wowereit in seinem Buch auch über das Thema Frauen äußern wird.
Und schon begeben sich die Rechercheure auf die Suche nach den Frauen in Wowereits Leben. Da werden viele alte Weggefährten in diesen Tagen angerufen, ob sie nicht Namen und Adressen hätten, denn das wäre natürlich die Schlagzeile, auf die Berlin gewartet hat: „Ich war die Geliebte von Klaus Wowereit“, oder „Jetzt rede ich – Wowis große Liebe!“ Man kann nur hoffen, dass den Damen, wenn es sie denn gibt, dies ebenso erspart bleibt, wie Klaus Wowereit selbst und auch der Öffentlichkeit. Kein Buch, sehen wir einmal von Harry Potter ab, wird so sehnsüchtig erwartet wie Klaus Wowereits „…und das ist auch gut so“, ein Spruch, der mit Wowereit gemeinsam weltberühmt wurde.

Am 20. September ist es nun so weit. In einem Gespräch mit Günther Jauch stellt Klaus Wowereit seine Erinnerungen vor. Anschließend wird das 288 Seiten starke Buch (mit Abbildungen, verspricht der Verlag) für 19,95 Euro im Handel erhältlich sein. (ISBN: 987-3-89667-334-3, Karl Blessing Verlag München). Vorbestellungen werden entgegengenommen. Nach der offiziellen Präsentation wird es wohl kaum eine Talk-Show im Deutschen Fernsehen geben, zu der Klaus Wowereit nicht eingeladen wird. Der Verlag wird sicherlich genügend Exemplare gedruckt haben. Wowereit wird in der Beliebtheitsskala weiterhin deutlich vor seinem Bundesvorsitzenden liegen. Beim bevorstehenden Hamburger Parteitag der SPD, auf dem Kurt Beck und seine neue Führungsriege – ohne Ostbeteiligung – wieder bzw. gewählt werden wollen, wird Klaus Wowereit hauptsächlich mit dem Signieren seines Buches beschäftigt sein. Erinnern Sie sich an Mannheim? Das war Rudi Scharpings Waterloo. Der wollte eigentlich auch wiedergewählt werden, aber Oskar Lafontaine hielt einfach die bessere Rede und wurde statt Scharping neuer Parteichef. Mal sehen, welches zusätzliche Amt Klaus Wowereit nach Hamburg hat.

Wowereits Widersacher in Berlin, Friedbert Pflüger, hat viele Bücher geschrieben. Wichtige Werke, wie „Ein neuer Weltkrieg – Die islamische Herausforderung des Westens“, bei Amazon gebraucht schon für 2,90 Euro zu bekommen. Auch Helmut Kohl und Richard von Weizsäcker wurden mit Büchern von Friedbert Pflüger bedacht. Das Pflüger-Werk „Was ich denke“ gibt es gebraucht schon für einen Euro-Cent bei Amazon. Wowereit wird mit seinem Erstlingswerk, das Hajo Schumacher für ihn aufgeschrieben hat, wohl auch auf diesem Sektor an Pflüger vorbeiziehen. Die Opposition kann meckern so viel sie will, Wowereit wird durch sein schlichtes „…und das ist auch gut so“, in der Berliner Beliebtheitsskala weiterhin seinen Spitzenplatz behaupten und ausbauen.

Warten wir also die paar Tage noch ab und lesen dann, was unser Regierungschef zu berichten weiß. Ach so, es soll ja auch Vorabdrucke in zwei Zeitungen geben. Nicht empfehlenswert. Es lohnt sich immer, das Gesamtwerk im Zusammenhang zu lesen, Vorabdrucke bringen zwar den Autoren viel Geld ein und sind eine gute Werbung, es sind aber nur Fragmente aus dem Zusammenhang gerissen.

Und was schreibt der Verlag in seiner Ankündigung über Wowereits Buch? „Er ist Deutschlands schillerndster Politiker. Wer ihn für einen Partylöwen hält, wird nach dieser ungewöhnlich offenen Lebensbeschreibung sein Urteil überdenken. Denn kein deutscher Politiker hat sich seinen Aufstieg so hart erarbeitet wie Klaus Wowereit. Von seiner Jugend als eines von fünf Kindern einer alleinerziehenden Arbeiterin in Berlin-Lichtenrade bis zur Wiederwahl zum Regierenden Bürgermeister von Berlin spannt sich der Bogen dieser Autobiografie, die zugleich eine politische Standortbestimmung ist. Wowereits Kennzeichen ist Mut: Er verordnete Berlin ein riskantes Sparprogramm, er wagte eine umstrittene Koalition, er bekennt sich zu seiner Homosexualität.

»Nach heutigen Maßstäben hätte meine Familie wahrscheinlich zum Prekariat gezählt – jener von den Wortkünstlern meiner Partei erfundenen Gesellschaftsschicht, deren richtigen Namen man nicht auszusprechen wagt: Malocher«, schreibt Klaus Wowereit. Aber zum Lamentieren hatte diese Familie keine Zeit: Sie alle arbeiteten hart, sie sparten, aber sie verstanden es auch, mit Familienfeiern den Zusammenhalt zu festigen. Nur so konnten die Wowereits mehrfache Schicksalsschläge meistern – den frühen Tod zweier Brüder, die Pflegebedürftigkeit der Mutter im Alter. In den siebziger Jahren weckte Willy Brandt die politische Begeisterung des jungen Gymnasiasten Wowereit, der auch als Jurastudent mehr an konkreten gesellschaftlichen Reformen als an abstrakten Weltverbesserungstheorien interessiert war. Aber Wowereit belässt es nicht bei der persönlichen Rückschau. Aus seinen offen beschriebenen Erfahrungen heraus entwickelt er sein Verständnis von Politik und bezieht zu allen gesellschaftlich relevanten Fragen unserer Zeit pointiert Stellung. Eine romanhafte Karriere – authentisch und mitreißend erzählt. Ob Zuwanderungsgesetz, Sparkurs oder Neue Armut – Klaus Wowereit bezieht offen Stellung.“

Na, da können wir uns ja auf einiges gefasst machen.

Ed Koch

  
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