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Beiträge: Sarrazin verhöhnt die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes

geschrieben von: Redaktion am 16.09.2007, 08:48 Uhr
paperpress548 
In seiner bekannt rhetorisch brillanten Art, brachte Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) in der RBB-Abendschau folgende Aussage zustande. Den Text haben wir leicht korrigiert, um ihn lesbarer zu machen: Zum Thema Einmalzahlungen an die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes:
„Nein, die wird es nicht geben. Ich bin auch Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst. Wenn ich auf mein Gehaltskonto schaue, fände ich auch eine Einmalzahlung da sehr erfreulich. Was man gut findet, ist die eine Sache, und was es ist, eine andere Sache. Ich finde es auch gut, wenn wir besseres Wetter haben, haben wir trotzdem nicht, wir müssen mit der Wirklichkeit leben.“

Vor allem müssen die Beschäftigten mit Sarrazin leben. Nur noch mal zur Verdeutlichung. Die Beschäftigten wünschen sich drei Einmalzahlungen in Höhe von je 300 Euro, so wie sie in den meisten anderen Bundesländern, ob arm oder reich, in den letzten Jahren gewährt wurden. Keine unverschämte Forderung. 105 Mio. Euro würde das Berlin kosten. Das sind etwa 3 Prozent von dem, was das Land Berlin zwischen 2004 und 2009 an Gehaltsverzicht von den Beschäftigten gespart hat.

Nun soll es am 19. September 2007 einen Warnstreik der Gewerkschaften geben. Um 7 Uhr trifft man sich vor dem Roten Rathaus, zwischen 8 und 10 Uhr ist dann eine Kundgebung vor dem Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Inneres an der Klosterstraße geplant.

Im Laufe der letzten Jahre ist der Öffentliche Dienst so dezimiert worden, dass es immer schwerer wird, Massendemos auf die Beine zu stellen. Zumal die BVG, die das beste von allen Druckmitteln hatte, nicht mehr zum direkten Bereich des Öffentlichen Dienstes gehört. Sarrazin, Körting und Wowereit können also getrost das Problem aussitzen. Und was für die Beschäftigten besonders tragisch ist, ist der Umstand, dass sich Sarrazin auf der Beliebtheitsskala der Berliner Politiker vom Träger der Roten Laterne bis an die Spitze, kurz hinter Klaus Wowereit, vorgearbeitet hat. Seine Finanzpolitik kommt bei den Bürgerinnen und Bürgern gut an. Sie sehen nur, es geht aufwärts, und ihnen sind die Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes, von denen sie so wie so nicht viel halten, völlig egal.

Die Gewerkschaften sollten sich sehr gründlich überlegen, wie sie mit ihren immer schwächer werdenden Mitteln es dennoch erreichen, bestimmte Teile, die auch den Bürgern weh tun, lahm zu legen. Sarrazin, der immer weiter behauptet, Berlin hätte zu viele Beschäftigte im Öffentlichen Dienst, vergleichbar mit seinen Lieblingsstädten Hamburg oder Bielefeld, hat wieder einmal seine zynische Art gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offenbart. Die meisten Beschäftigten würden sich sehr gern mit Sarrazin treffen, um einmal die Gehaltskonten zu vergleichen. Während für andere 300 Euro sehr sehr viel Geld sind, würde dieser Betrag auf Sarrazins Konto wohl kaum auffallen. Der Mann hat den Bezug zur Realität längst verloren. auch wenn er meint, „mit der Wirklichkeit leben zu müssen“. Kein Wunder, dass das Wetter angesichts der widerwärtigen Aussagen des Herrn Sarrazin in letzter Zeit so schlecht war.

  
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