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Beiträge: KW 42: Eine ganz gewöhnliche Woche 4. Teil

geschrieben von: Redaktion am 21.10.2007, 15:51 Uhr
paperpress549 
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Da denkt man noch an die ausnahmsweise mal frischen Brezeln, die nach der Ge-denkveranstaltung für Willy Brandt gereicht wurden, und sitzt schon zu einem ganz anderen Thema im Kino. Am Dienstag (16.10.200) hatte Warner Bros. Pictures Ger-many zur Pressevorführung des oben genannten Streifens eingeladen, der nächsten Donnerstag in die Kinos kommt.

Eigentlich ist es ja egal, worum es geht, Hauptsache Brad Pitt spielt mit. Was nur immer wieder schade ist, ist der Umstand, dass bei vielen Filmen, an die ich mich erinnere, Brad den Schluss des Werkes nicht miterlebt, weil er vorher ins Jenseits befördert wird. Nur bei Fortsetzungsfilmen wie Ocean 11, 12, 13, 14? ist das glückli-cher Weise anders.

Wer denkt, dass sich wieder irgendjemand diesen superlangen deutschen Filmtitel ausgedacht hat, wo doch das Original viel einfacher ist, der irrt. The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford, ist auch nicht gerade kürzer. Die Ge-schichte von Jesse James, der in der zweiten Hälfte des 19en Jahrhunderts wohl der bekannteste Kriminelle in den USA war, ist bekannt. Bücher über Bücher und unzählige Filme. Wozu also noch ein Film? 2 ½ Stunden lang werden die letzten Jah-re eines Mannes erzählt, dessen Mörder über ihn sagte: „Jesse James war überle-bensgroß. Wir suchten seine Nähe, wollten ihn begleiten, wollten wie er sein…aber wir haben ihn nie ganz verstanden.“ 34 Jahre alt ist Jesse James geworden. Robert Ford schoss ihn hinterrücks von einem Stuhl, auf dem er stand, um angeblich ein Bild vom Staub zu befreien. Im Film wird diese Szene so dargestellt, als lade James Ford regelrecht zu dieser Tat ein.

Wer sich einen actionreichen Westernfilm verspricht, sollte zu Hause bleiben. Lediglich der letzte Überfall auf einen Zug wird gezeigt. Danach folgt, akustisch be-gleitet von einem Erzähler, eine lange Studie über einen Mann, der ein harmonisches Familienleben führte, in der Gesellschaft anerkannt wie unerkannt lebte, und Raub-züge durchführte, die die Titelseiten der Zeitungen füllten. Als er dann endlich tot war, fotografierte man seinen Leichnam und verkaufte die Bilder für 25 Cent, ein lu-kratives Geschäft. Lange Dialoge füllen die Zeit. Casey Affleck, der den Robert Ford spielt, ist wirklich brillant, und wenn die wässerigen Augen von Brad Pitt großformatig auf der Leinwand erscheinen, ist man versöhnt mit dem langsam vor sich hin schmerzenden Hinterteil, auf dem die Hauptlast des kinematografischen Vortrages ruht. Die schönen Bilder von der Landschaft, von den Lebensumständen, in denen die Leute damals ihr Dasein fristeten, lassen einen ausharren. Als dann aber (end-lich) der tödliche Schuss fällt, macht sich Erleichterung breit. Zu früh. Denn jetzt wird die Geschichte bis zum Schluss erzählt. Und das ist die Geschichte von Robert Ford. Wie gesagt, ab nächsten Donnerstag im Kino, besonders empfohlen für psycholo-gisch angehauchte Berufsgruppen.

  
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