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Alternative Ferienangebote

geschrieben von: Redaktion am 15.07.2023, 08:19 Uhr
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Natürlich muss niemand seine Freizeit damit verbringen, andere in Schwimmbädern anzupöbeln oder anzugreifen. Ab heute kommt man nur noch mit Registrierung in das kühle Becken. Ohne Aus-weis geht nichts mehr. Sicherlich eine richtige Maßnahme. Allerdings stimmt diese auch traurig, eben-so wie der verstärkte Einsatz von Sicherheitskräften. Gegen Gewalttäter muss vorgegangen werden, das ist keine Frage. Jeder Euro, der aber in die Prävention fließt, könnte später eingespart werden, wenn sie dann wirkt.

Ein Leser äußert seine Bedenken: „Ihre Erfahrungen zum Thema in allen Ehren, aber ich glaube kaum, dass diese Jugendlichen für Angebote der Jugendfreizeiteinrichtungen zu begeistern sind. Die Eltern sind entweder überfordert, desinteressiert oder passen selbst in das Problem.“

Die Senatsjugendverwaltung hat gestern mitgeteilt, dass die Maßnahmen aus dem Jugendgewaltgipfel auch im Doppelhaushalt 2024/2025 sichergestellt sind. „Mit jeweils 30 Mio. Euro für die Jahre 2024 und 2025 können die festgesetzten Maßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist es, Jugendliche zu fördern aber auch zu fordern.“

„Die Mittel für 2023 von bis zu 20 Mio. Euro sollen vorrangig für bereits bestehende, erfolgreiche Projekte in besonders betroffenen Gebieten eingesetzt werden.“ „Dazu gehört u.a. das bereits gestartete Programm der ‚Jugendsozialarbeit an Schulen‘ mit einem Etat von 4,1 Mio. Euro, hier werden aktuell 60 zusätzliche Sozialarbeiterstellen ausgebaut, oder das Projekt ‚Karussell – Lernwerkstätten für unbegleitete, minderjährige Geflüchtete‘, das jungen, geflüchteten Menschen in den Lernwerkstätten eine sinnvolle Tagesstruktur durch Kreativprojekte und Handwerk, Deutschkurse und Integrationsbegleitung gibt. Weitere Projekte der sportorientierten Jugendsozialarbeit in Jugendeinrichtungen wie Mitternachtssport, Boxgirls, ein Präventionsprojekt gemeinsam mit der Polizei oder auch die Einrichtung einer offenen Familienwohnung befinden sich in der Umsetzung.“

Ein weiteres Projekt ist „das Programm ‚Berlin-Challenge‘ für die Schul- und Unterrichtsentwicklung bei Schulen in schwieriger Lage mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Durch Maßnahmen der Gewaltprävention, Stärkung der Medienkompetenz und Mädchenarbeit werden die Schulen durch zusätzliche Mittel gefördert, das Programm erhält mit 6,5 Mio. Euro in 2024 und 4,5 Mio. Euro in 2025.“

Schulen sind fraglos die richtigen Orte, um präventiv wirken zu können. Vergessen werden darf aber nicht der Freizeitbereich, denn dort halten sich die Jugendlichen fernab von ihren Lehrern auf. Die Jugendfreizeiteinrichtungen und die außerschulische Jugendbildung standen schon immer im Schatten der übermächtigen Bildungseinrichtungen. Oberflächlich betrachtet, ist das nachzuvollziehen, denn Schule ist eine Pflichtveranstaltung, während die Freizeitgestaltung eine Kann-Leistung ist. Kann oder kann eben auch nicht.

Wir versuchen unbeirrt, die jungen Menschen, falls wir sie erreichen sollten, darauf aufmerksam zu machen, was in den Freizeiteinrichtungen in ihrer Nähe angeboten wird. Beispielsweise in der Kinder- und Jugendeinrichtung BEATS42 in Mariendorf. Dort fand zum Ferienbeginn am 13. Juli eine Sommerparty statt.

Nach dem Vorbild US-amerikanischer Straßenpartys versammelten sich auch in der Mariendorfer Jugendfreizeiteinrichtung zahlreiche Kinder, Jugendliche und Gäste aus der Nachbarschaft. Das Programm für die Party wurde von den Nutzern der Einrichtung gemeinsam mit deren Eltern vorbereitet und gestaltet.

Die Mitwirkung der Eltern zum Beispiel an der Betreuung der Stände, gehörte zum Konzept der Veranstaltung, die generationenübergreifend auch Personen ansprechen sollte, die als Jugendliche seit den 1980er Jahren, als das Haus noch Jugendfreizeit-heim Mariendorf, und ab den 2000er Jahren „KiJuM“ hieß, besucht hatten oder in der Umgebung wohnen.

„Der große Zuspruch heute zeigt ein Jahr nach der Wiedereröffnung dieses Hauses, dass das neue BEATS42 in Mariendorf angekommen ist.“, sagte Jugendstadtrat Oliver Schworck. „Ich freue mich sehr, so viele Gäste im Haus und auf dem Gelände zu sehen, die hier Musik machen, tanzen, spielen und einfach Spaß haben. Während der Sommerferien gibt es in allen Jugendfreizeiteinrichtungen des Bezirks so interessante Angebote wie heute im BEATS42. Ich wünsche allen Kindern und Jugendlichen schöne Sommerferien mit ganz viel Freizeit, Spiel und aktiver Erholung.“

Mit dem ersten Ferientag öffnen die Jugendfreizeiteinrichtungen des Bezirks ihre Türen auch tagsüber für Kinder und Jugendliche, die künstlerische und kreative Kurse besuchen, an Ausflügen und sportlichen oder technischen Workshops teilnehmen können. Das komplette Ferienprogramm gibt es auf der Internetseite Jugend- und Familienförderung

https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/aemter/jugendamt/wir-fuer-kinder-jugendliche-und-familien/artikel.340804.php/#aktuelles

Ed Koch

Quellen: Senatsverwaltung für Jugend
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Jugendamt


  
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