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Schwungvoller Auftakt von Young Euro Classic am 4. August 2023

geschrieben von: Redaktion am 05.08.2023, 08:08 Uhr
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Das Asian Youth Orchestra (AYO), das in diesem Jahr den Reigen der internationalen Jugendorchester beim Festival Young Euro Classic eröffnete, hatte eine weite Anreise hinter sich. 2017 konnte sich das Berliner Publikum zuletzt von der Qualität der jungen Musikerinnen und Musiker überzeugen, die aus China, Hongkong, Japan, Macao, Malaysia, Philippinen, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand, Usbekistan und Vietnam jeden Sommer zu intensiven Proben in Hongkong zusammenkommen. Hinzu gesellte sich in diesem Jahr eine besonders starke deutsche Note: Der Solo-Cellist Alban Gerhardt hat von Berlin aus seine internationale Karriere gestartet, die Sopranistin Lydia Teuscher stammt aus Freiburg. Und der französische Dirigent Joseph Bastian ist nicht erst seit seinem sensationellen Dirigier-Debüt eng mit München verbunden! Umso gespannter durfte das Festivalpublikum auf das farbige spätromantische Programm des AYO sein. Es wurde nicht enttäuscht. Quelle: YEC


Zu Beginn jedes Konzerts wird die Festivalhymne intoniert, die kein Geringerer als Iván Fischer, der frühere Musikdirektor des Konzerthauses, für YEC 2011 komponiert hatte. Jedem Orchester ist es frei-gestellt, die Hymne nach eigenem Gusto zu interpretieren. Mal ist es ein kleines Bläserensemble, mal sind es die Streichinstrumente und mal auch, wie am 4. August, das gesamte Orchester.

Bevor dann das eigentliche Konzert beginnt, stehen traditionell zwei Begrüßungsreden auf dem Pro-gramm. Zuerst hat der Schirmherr des Festivals, der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner, das Wort, der das Publikum und vor allem die jungen Musikerinnen und Musiker im ausverkauften Großen Saal des Konzerthauses am Gendarmen-markt willkommen hieß.

Das Konzerthaus ist eingerüstet und der Gendarmenmarkt eine große Baustelle. Nur durch enge Bauzaungassen gelangen die Gäste zum Eingang. Das Treffen vor dem Konzert auf dem Platz entfällt gegenwärtig ebenso wie der wunderbare Blick auf ihn vom oberen Eingang am Ende der großen Treppe. Für 20 Millionen Euro wird der 14.000 Quadratmeter große Platz neugestaltet. Er erhält ein unterirdisches, rund fünf Kilometer langes Leitungsnetz für Strom, Wasser und Abwasser. Mit über 50 versenk-baren Trinkwasser- und Schmutzwasseranschlüssen und rund 30 unterirdischen Stromanschlüssen können Veranstaltungen künftig unabhängig von der Infrastruktur des Konzerthauses stattfinden. Zwei Jahre sollen die Arbeiten dauern, ob er zum 25. YEC-Festival 2024 in neuem Glanze erscheinen wird, ist nicht sicher. Quelle: Berliner Morgenpost

Die Aufgabe, das Festival offiziell zu eröffnen, fiel auch in diesem Jahr zum vierundzwanzigsten Mal in Folge dem Gründer und Vorsitzenden des Deutschen Freundeskreises europäischer Jugendorchester e.V., Dr. Willi Steul (Mitte) zu. Auf dem Foto mit Johannes Neukirchen und dem früheren Regieren-den Bürgermeister Michael Müller. Neukirchen ist ein Mann der ersten Stunde bei YEC, er war Amtschef in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und in Europa sowie Vorstandsbevollmächtigter bei BMW und Lanxess. Er hat das Festival tatkräftig unterstützt und gehört heute zu der prominenten Mitgliederschar des Veranstaltervereins. Unter anderem gehören dem Freundeskreis auch die bekannten Schauspieler Dietrich Mattausch, Boris Aljinovic und Dietmar Bär an.

Schwungvoll und rasant begann das Konzert mit der Ouvertüre zu Ruslan und Ludmilla von Michail Glinka, der als Schöpfer einer eigenständigen klassischen Musik Russlands gilt. Ein vernünftiges Zeichen, meinen wir, weil gerade in dieser Zeit auch deutlich werden muss, dass Kultur von Politik zu trennen ist. Klassische Musik aus Russland gehört nicht auf die Sanktionsliste. Nicht zufällig gibt es in Berlin, in unmittelbarer Nähe des Konzerthauses, die Glinkastraße: Der russische Komponist verbrachte prägende Studienjahre in der Stadt, hier ist er 1857 auch gestorben.

Das Konzert für Violoncello und Orchester des Briten Edward Elgar folgte als zweites Werk des Abends mit dem Cellisten Alban Gerhardt. Elgars bekanntestes Werk ist der Pomp and Circumstance March No. 1. mit der Hymne Land of Hope and Glory, Höhepunkt jeder Last Night of the Proms, die in diesem Jahr am 9. September stattfinden wird.

Komponiert im Sommer 1919, wurde das Violoncellokonzert zu Elgars letztem großen Werk. Denn nach dem Tod seiner Frau 1920 verstummte er als Komponist fast vollständig, obwohl ihm noch 15 Lebensjahre beschieden waren. Dem Konzert ist eine Konzentration auf das Wesentliche, eine Reduzierung des spätromantischen Orchesterklangs und eine intensive Wechselwirkung zwischen Violoncello und Orchester deutlich anzumerken. Michael Horst

Mit strahlendem Gesicht betrat Festivalleiterin Dr. Gabriele Minz den Ludwig-van-Beethoven-Saal des Konzerthauses zum Pausenempfang. Sie hat mit Gleichgesinnten im Jahr 2000 das Festival gegründet. Smalltalk beim Pausenempfang, Michael mit Mutter Margrit Müller und der Regierende Bürger-meister Kai Wegner.

Nach der Pause folgte Gustav Mahlers 4. Symphonie mit Lydia Teuschers Sopransolo im letzten Satz. Besonders sympathisch war, dass sich Alban Gerhardt mit seinem Cello unter das Orchester zwischen die jungen Musikerinnen und Musiker mischte.

Die Titel der vier Sätze des einstündigen Werks klingen nach Entschleunigung. Bedächtig. Nicht eilen; In gemächlicher Bewegung ohne Hast; Ruhevoll und Sehr behaglich. Ein Einschlummern im Sessel des Konzerthauses war zum Glück aber nicht möglich. Michael Horst spricht im Programmheft von „starker Dynamik und Tempo“. „Völlig überraschend explodiert die Musik in einem monumentalen Auf-schrei, der den Weg freimacht für den Schlusssatz, jenes Lied ‚Wir genießen die himmlischen Freuden‘ aus ‚Des Knaben Wunderhorn‘ mit dem Text von Achim von Arnim und Clemens Brentano, das als Keimzelle und Bezugspunkt für die gesamte Symphonie gelten muss.“

Frenetisch feierte das Publikum das Orchester und es feierte sich mit großer Lebensfreude auch selbst. Da durfte zum Schluss ein Selfie mit dem Dirigenten Joseph Bastian nicht fehlen.

Am 17. August steht Mahlers 5. Symphonie mit dem norwegischen Jugendorchester Ungdomssymfoni-kerne auf dem Programm. Das Adagietto im vierten Satz machte Mahlers Fünfte zu einer seiner beliebtesten, woran der Film Tod in Venedig von Luchino Visconti aus dem Jahr 1971, in dem es um-fassend verwendet wurde, einen großen Anteil hat. Wikipedia

Zusammenstellung und Kommentierung: Ed Koch


  
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