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Gedenken an Wolfgang Szepansky

geschrieben von: Redaktion am 06.08.2023, 21:23 Uhr
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Am Freitag, dem 11. August 2023, wird um 17.00 Uhr an den Widerstandskämpfer Wolfgang Szepansky vor seiner Gedenktafel in der Methfesselstraße 42, Nähe Ecke Dudenstraße, erinnert.

Genau vor 90 Jahren schrieb der damals 22-Jährige an die Mauern der früheren Schultheiß-Brauerei die Worte „Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!“

Er wurde gefasst und in das KZ Columbiahaus zum Verhör gebracht. Nach seiner Entlassung floh er ins Asyl nach Holland. Hier wurde er nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht interniert, nach Deutschland verbracht und in das KZ Sachsenhausen gesperrt. Von 1941 bis 1943 wurde er wegen Rassenschande, er lebte in Holland mit einer jüdischen Frau zusammen und hatte mit ihr einen Sohn, in das Gefängnis Berlin-Tegel verlegt. Anschließend erfolgte erneut die sogenannte „Schutzhaft“ im KZ Sachsen-hausen. Die Befreiung 1945 erlebte er während des Todesmarsches nach Nordwesten bei Schwerin.

Am 18. Juni 1945 organisierte er ein Treffen im Mariendorfer Eckener-Gymnasium und es entstand der „Antifaschistische Jugendausschuss“, der bis zur Bildung des bezirklichen Jugendausschusses bestand. Wolfgang Szepansky wurde Zeichenlehrer an einer Tempelhofer Schule, bevor er 1951 während des Kalten Krieges als Kommunist mit Berufs-verbot in West-Berlin belegt wurde. Er wurde Kulturclubleiter bei der Deutschen Reichsbahn. Zwanzig Jahre kämpfte er vor Gericht, bevor ihm die aber-kannte Entschädigung als Verfolgter des Naziregimes wieder zuerkannt wurde.

Wolfgang Szepansky wurde einer der wichtigsten Zeitzeugen des Arbeiterwiderstandes. Als Mitglied der VVN/Bund der Antifaschisten war es ihm wichtig, seine Erfahrungen weiterzugeben. Er diskutierte mit Schulklassen, begleitete Fahrten in die Gedenkstätte Sachsenhausen und zu Berliner Gedenkstätten, unterstützte viele Initiativen und war Mitstreiter bei der Entwicklung der Stadtrundfahrten zu Stätten des Naziterrors und Widerstands in Tempelhof, die er bis zu seinem Tode am 23. August 2008 aktiv begleitete.

Wolfgang Szepansky wurde am 26. September 1996, gemeinsam mit seiner Frau Gerda, für seine Tätigkeit als Zeitzeuge mit dem Bundesverdienst-kreuz am Bande ausgezeichnet.

Am 15. Juli 2021 wurde ein Grünzug am Teltowkanal in Mariendorf nach Gerda und Wolfgang Szepansky benannt.

Quellen: paperpress-Archiv
SPD-Mariendorf






  
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