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Ein knallgelbes Solarboot

geschrieben von: Redaktion am 25.08.2023, 07:55 Uhr
paperpress616 
Früher machte, auch wenn nur in einem Schlager von Wencke Myhre, ein „knallrotes Gummiboot“ Furore. Heute ist der Star am Medienhimmel ein knallgelbes Solarboot der DHL, das es immerhin schon zweimal auf die Titelseite der Berliner Morgenpost geschafft hat.

Auf dem Wege von Mariendorf zum Osthafen an der Stralauer Allee, gleich neben dem nhow-Hotel, Universal und der Coca-Cola Zentrale mit sonnigem Blick auf die Spree, mussten wir fast in jeder Straße einem DHL-Fahrzeug ausweichen. Es ist kein Trend mehr, sondern eine Tatsache, die unumkehrbar scheint, dass sich die Menschen immer mehr Waren nach Hause liefern lassen. Darauf müssen die Logistiker reagieren. Zum einen gibt es noch viel zu wenige Packstationen, an denen die Empfänger ihre Päckchen und Pakete selbst abholen können, zum anderen müssen die Zustellfahrzeuge emissionsfrei durch Berlin fahren. In dieser Hinsicht liegt die Deutsche Post DHL schon mal ganz weit vor-ne. Sie verfügt über die meisten Elektrofahrzeuge und Lastenfahrräder in Berlin, woran sich die Mitbewerber eine große Scheibe abschneiden könnten.

Aber auch bislang ungenutzte Wege müssen in das Beförderungskonzept eingebunden werden. Rund sieben Prozent der Berliner Fläche besteht aus Wasser, 330 km lang sind die Wasserstraßen aus Flüssen und Kanälen.

Nach nur knapp einjähriger Vorbereitung ist es der DHL gelungen, Anfang Oktober 2022 ein Pilotprojekt aufs Wasser zu bringen. Die Geburtsstunde des gelben Solarbootes. Auch wenn es nur 350 Pakete sind, die täglich vom Südhafen Spandau zum Westhafen transportiert werden, so ist der Anfang gemacht. Bis Ende Juni sind immerhin schon 50.000 Pakete befördert und durch Lastenräder des Unternehmens Rytle im angrenzenden Wohngebiet, der sogenannten Mierendorffinsel, zugestellt worden. Erwähnenswert ist die Schnelligkeit der Umsetzung allein schon deshalb, weil die Deutsche Post inzwischen zwar ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist, die Behäbigkeit der alten Bundesbehörde mit damals noch eigenem Minister, aber noch nicht ganz losgeworden ist. Regiert wird das Unternehmen aus Bonn, von wo aus man seit je her mit kritischem Blick auf Berlin schaut. Bonn darf zwar den Titel „Bundesstadt“ tragen, aber Hauptstadt ist nun mal Berlin, auch wenn in Bonn immer noch viel zu viele Bundesministerien angesiedelt sind.

Natürlich reicht die Idee, mit einem Schiff Pakete zu transportieren allein nicht aus. Es bedarf Kooperationspartner. Und die hat die DHL in der BEHALA (Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft) und in der Reederei Solarwaterworld AG gefunden. Die Pressekonferenz am 24. August nahmen DHL und BEHALA zum Anlass, ihren Vertrag um ein Jahr zu verlängern. BEHALA-Geschäftsführerin Petra Cardinal, Prokurist Klaus Lichtfuß und Niederlassungsleiter Berlin Paket der DHL, Sven Goercke unterzeichneten den Vertrag.

Auf der Pressekonferenz wurde nicht nur die Vertragsverlängerung und damit Fortsetzung des Pilotprojektes verkündet, sondern auch eine Erweiterung der Strecke bis zum Humboldthafen und Wikingerufer und die Planung einer zweiten Route, voraus-sichtlich ab Frühjahr 2024, vom Osthafen über Stralau, der Rummelsburger Bucht und Oberschöneweide bis zur Köpenicker Altstadt. Es wird also demnächst ein zweites knallgelbes Solarboot auf Berlins Wasserstraßen geben. Um so einen Anlass gebührend zu feiern, lädt man sich natürlich auch Prominenz aus der Politik ein.

Mit großer Freude ist Senatorin Manja Schreiner der Einladung gefolgt. In ihrer Senatsverwaltung ist alles unter einem Dach, was uns den Klimaschutz-zielen näherbringen kann: Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Schreiner freut sich vor allem, dass diese Initiative aus der Privatwirtschaft kommt und ruft alle anderen auf, diesem Beispiel zu folgen. Geplant ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Berlin und der DHL mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die DHL hat im wahrsten Sinne des Wortes den Senat mit ins Boot geholt.

Und was die Boote anbelangt, so wird sich die Solarwaterworld AG mit ihren Solarbooten auch weiterhin an dem Projekt beteiligen, versprach die CEO Louise Ahrens. Denn die elektrosolare Schifffahrt liegt in der DNA des Unternehmens. „Konzepte für einen umweltfreundlicheren und nachhaltigen Gütertransport auf dem Wasser müssen unbedingt vorangetrieben werden.“ In der Fahrgastschifffahrt hat das Unternehmen schon Meilensteine gesetzt. Und natürlich fand die Pressekonferenz auf einem Solarboot des Unternehmens statt. Parallel fuhren beiden Boote bei sonnigem Wetter über die Spree.

Hinter jedem Projekt stehen die Menschen, die es kreieren und auf den Weg, in diesem Falle aufs Wasser bringen. Der Leiter des Projektes nachhaltige Zustell- und Logistiklösungen bei der DHL, Andreas Schwager, und sein Kollege Felix Glaubitz tragen großen Anteil daran, dass in beachtlich kurzer Zeit das Projekt realisiert werden konnte, unterstützt vom Niederlassungsleiter Sven Goercke und Robin Hilke, dem Teamleiter am Westhafen und natürlich der BEHALA und Solarwaterworld AG.

Nach dem Pressetermin ging es für Andreas Schwager gleich weiter nach Potsdam, wo das LogistikNetz Berlin-Brandenburg e.V. LNBB sein Sommerfest feierte. Schwager war jedoch nicht zum Feiern eingeladen worden, sondern zu einem zwanzigminütigem Vortrag über Umwelt, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und natürlich Logistik. Nicht ohne Stolz berichtete er von der vorangegangenen Pressekonferenz. Mit dabei war auch der gerade mit 66 Prozent wiedergewählte Bürgermeister von Ludwigsfelde, Andreas Igel, mit dem Schwager auch schon zusammengearbeitet hat.

BEHALA-Chefin Petra Cardinal, die auch an dem Sommerfest teilnahm, wies hier, wie zuvor am Osthafen, darauf hin, dass am 3. September von 10 bis 18 Uhr der Westhafen seinen 100sten Geburtstag feiert. Alle Infos dazu unter:
https://www.100jahrewesthafen.de/

Ed Koch


  
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