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Besuchermagnet HEINZ

geschrieben von: Redaktion am 12.09.2023, 08:53 Uhr
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Auf den ersten Blick ist HEINZ nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Straßenlaterne. Allerdings eine besondere. Sie spendet nicht nur Licht, sondern auch Strom. Kein Besucher des EUREF-Campus kommt an HEINZ, der Straßenlaterne mit integrierter Ladevorrichtung für Elektrofahrzeuge von ubitricity vorbei.

Gestern waren es, zeitlich versetzt, gleich zwei Regierungsmitglieder, die sich für HEINZ interessier-ten. Berlins neue Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Manja Schreiner, und der chilenische Minister für Verkehr und Telekommunikation, Juan Carlos Muñoz-Abogabir.

Von ubitricity erläuterte Philipp Sindberg Senatorin Schreiner das Ladesystem und Paula Montaldi Minister Muñoz-Abogabir in seiner Landessprache Spanisch. ubitricity ist auf jeden internationalen Besuch vorbereitet, so bekam der schwedische König Carl XVI. Gustaf seinen Vortrag natürlich auf Schwedisch.

Das Laternenladesystem wird gegenwärtig in Berlin ausgebaut. Stand heute sind 393 Laternenladepunkte in Betrieb, jede Woche kommen 25 neue dazu. Am Jahresende werden es 1.000 sein. In Großbritannien beweist ubitricity, ein einhundertprozentiges Tochterunternehmen der Shell Gruppe, dass das Konzept des Laternenladens in der Praxis funktioniert. Mit mehr als 7.000 öffentlichen Ladepunkten betreibt das Unternehmen seit 2020 das größte öffentliche Ladenetz des Landes.

Begrüßt wurde Manja Schreiner von den EUREF-Vorständen Karin Teichmann und Reinhard Müller am Eingang Torgauer Straße, die nun endlich in einen erträglichen Zustand versetzt wird. Auch wenn dies auf Kosten der EUREF AG geschieht, haben die Mühlen der Verwaltung sehr lange gemahlen, ehe am Ende die Genehmigung gebacken werden konnte.

Apropos mahlen. Reinhard Müller stellte der Senatorin ein besonderes Granulat vor, das die Dal-hoff Straßen- und Tiefbau GmbH verwendet. Es handelt sich um nicht recyclebare Reste der Wiederverwertung von Plastikabfällen. Wenn auch nicht wiederverwendbar für die Herstellung neuer Produkte, so doch aber einsetzbar für den Straßenbau. Aus dem Granulat stellt die Dalhoff GmbH einen besonders strapazierfähigen Straßenbelag her, der dazu noch gut aussieht. Wenn der Belag aufgetragen wird, muss er vier Stunden lang festigen. In dieser Zeit ist die Straße vom Sachsendamm bis zum Eingang des Campus gesperrt. Notfalleinsätze müssen in dieser Zeit über den Fahrrad- und Fußgängerweg der nördlichen Torgauer Straße erfolgen. Die Senatorin will sich für die entsprechende Genehmigung einsetzen.

Vom Tiefbau ging es anschließend zum Hochbau auf die oberste Plattform des Gasometers. Daran nahm auch die Generalsekretärin des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, Dr. Brigitte Knopf, teil, und stellte der Senatorin ihr Institut vor, das sich mit den wichtigen Fragen des Klimawandels beschäftigt.

In der zeeMobase, der Blaupause für Smart Grid und Mobilitätsstationen, begrüßten die Senatorin Stefan Grund von Schneider Electric, und die Vor-stände des Forschungscampus EUREF Mobility2Grid e.V., Prof. Dr. Dietmar Göhlich und Frank-Christian Hinrichs. Professor Göhlich erläuterte der Senatorin die bisherigen Forschungsergebnisse seit dem Start 2011.

In der ersten Förderphase haben sich die Forschungsschwerpunkte auf sieben Themenfelder verteilt: „Akzeptanz und Partizipation“, „Smart Grid Infrastrukturen“, „Vernetzte E‑Mobilität“, „Bus- und Wirtschaftsverkehr“, „Bildung und Wissenstransfer,“ „Digitale Räume“ und als Querschnittsthemenfeld „Betrieb und Verwertung.“ Aus den sieben Themenfeldern der ersten Förderphase sind acht Arbeitspakete in der zweiten Förderphase hervorgegangen. Oberstes Ziel von Mobility2Grid ist die Entwicklung von effizienten und vernetzten Systemen für die klimaneutrale Stadt, wobei die Herausforderungen im Verkehrs- sowie Energiesektor impliziert wer-den.

Letzter Programmpunkt war Mobimeo. CEO John David von Oertzen stellte das 2018 als Tech-Start-up der Deutschen Bahn AG gegründete Unternehmen vor. Die Vision von Mobimeo ist, Städte grüner und Mobilität einfacher zu machen. Mit Hilfe einer digitalen Mobilitätsplattform sollen Menschen davon überzeugt werden, andere Verkehrsmittel als das eigene Auto zu wählen. Um diese Vision Realität werden zu lassen, hat Mobimeo eine innovative Plattform für Mobility-as-a-Service-Lösungen (MaaS) entwickelt. Die Plattform verzahnt den klassischen ÖPNV mit neuen Mobilitätsformen (z.B. Sha-ring-Angebote, On-Demand- und Ridepooling-Verkehre). Für den intuitiven Zugang zu allen Optionen werden bei der Produktentwicklung die Nutzer in den Mittelpunkt gestellt. Ihre Bedürfnisse und ihr Feedback bilden die Grundlage für die Produktentwicklung.

Der studierte Bauingenieur Juan Carlos Muñoz-Abogabir interessierte sich besonders für die Arbeit von Arcadis. Paul Linkner stellte sein Unternehmen vor. Arcadis ist das führende globale Planungs- und Beratungsunternehmen für die natürliche und die vom Menschen gestaltete Umwelt. Mehr als 36.000 Menschen in über 70 Ländern widmen sich bei Arcadis der Verbesserung der Lebensqualität. Die Projekte sind vielfältig, von der Modernisierung eines Müllheizkraftwerkes in Ludwigshafen, über eine Lärmsanierung der Bahntrasse im Mittelrheintal bis zu einem Mobilitätshub in Hamburg.

In Berlin kümmert sich Arcadis um ein nachhaltiges Wassermanagement. Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar. Dürren und plötzliche Überschwemmungen stellen eine ernstzunehmende Bedrohung für die Gesundheit, die Sicherheit und die Lebensqualität der Einwohner Berlins dar. Während starke Regenfälle drohen, die Abwassersysteme zu überlasten, ist die städtische Vegetation bei ungewöhnlich langen Trockenzeiten überfordert. Um das Problem zu lösen, steht eine breite Palette an technischen Mitteln und Lösungen zur Verfügung, um ein nachhaltiges städtisches Regenwassermanagementsystem zu schaffen.

Diese Mittel und Lösungen umfassen begrünte Dächer, Fassaden und Wände, nicht versiegelte und halbdurchlässige Gehwege, Versickerungsanlagen, künstliche Wasserbecken sowie Zisternen zur Speicherung und Wiederverwendung von Regenwasser. In enger Zusammenarbeit mit Experten aus den Bereichen Ingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung konnte Arcadis die Berliner Regenwasseragentur bei der Entwicklung einer Orientierungshilfe zur Integration dieser technischen Mittel in Bestimmungen, Stadtplanung und Genehmigungsverfahren unterstützen. Diese Orientierungshilfe wird die Grundlagen für ein ehrgeiziges Projekt schaffen, die zukünftige „Schwammstadt Berlin“. Die negativen Folgen des Klimawandels wie Starkregen und Dürren werden viel besser bewältigt werden können. Die Luftqualität und das Stadtklima werden sich verbessern. Und Berlin wird für seine Bewohner eine sicherere, widerstandsfähigere, nachhaltigere und angenehmere Stadt zum Leben und Arbeiten. Angestrebt wird eine jährliche Reduzierung von 8.910 m² städtischer Flächen.

Ed Koch

Quellen: ubitricity, Mobility2Grid, Mobimeo, Arcadis.


  
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