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Kleben lassen

geschrieben von: Redaktion am 19.09.2023, 15:28 Uhr
paperpress617 
Was sind das für Menschen, die das Klima retten wollen und vor Straftaten nicht zurückschrecken? Auch wenn die Ziele gut sein mögen, in einem demokratischen Rechtsstaat setzt man diese nicht mit Gewalt durch. Deshalb werden die Aktivisten der „Letzten Generation“ nie den Status von Nelson Mandela oder Mahatma Ghandi erreichen, ob-wohl sie sich offenbar in deren Tradition sehen.

Maria-Christina Nimmerfroh, deren Familienname die Gemütslage aller beschreibt, die von den Aktionen der LG betroffen sind, trat gestern in der rbb-Abendschau auf.

https://www.rbb-onli-ne.de/abendschau/videos/20230918_1930.html

In diesem Jahr wurde Frau Nimmerfroh, Sozialpsychologin an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, bekannt durch eine Recherche über die Organisations-form der LG. Sie nahm im November 2022 verdeckt an Schulungen der Umweltaktivisten teil, wertete diese aus und berichtete dann in den Medien dar-über. Dabei machte sie öffentlich, dass die Organisationsform der LG sich von anderen Gruppierungen unterscheidet, die Aktionen streng hierarchisch geplant und die Reaktionen von Politik und Justiz untauglich sind, die teilweise rechtswidrigen Aktionen der LG zu beenden. Wikipedia

Wer einmal von einer Straßenblockade der LG betroffen war, hasst die Aktivisten mehr als den durch den Klimawandel verursachten viel zu heißen Sommer. 2.471 Strafverfahren sind anhängig, erst 74 konnten bearbeitet werden. Die LG legt die Justiz und die Polizei lahm. 486.000 Stunden haben Polizisten damit verbracht, die Klimakleber vom Asphalt wieder abzulösen. Zwischen zehn und 30 Minuten dauert das.

Wenn man sich den Verkehrsfunk anhört, ist von unzähligen Baustellen und Einschränkungen die Re-de, auch ohne Klimakleber. Spielt es eine Rolle, wenn ein paar Straßen mehr als ohnehin gesperrt sind? Warum lässt man an einigen Straßen die Aktivisten nicht einfach kleben? So könnte ausprobiert werden, wie lange der Klebstoff wirkt. Zäunt sie ein, stellt ihnen eine Wasserflasche hin und überlasst sie ihrem Schicksal. Sinnvoll wäre es auch, wenn die Medien nicht über jede Aktion berichteten. Wozu? Nehmt die Sperrungen in den Verkehrsfunk auf und damit hat es sich dann. Eine gut bewachte Lücke für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ließe sich einrichten.

Das Tragische bei diesen Aktionen ist, dass sie dem Klima nicht nutzen. Auch wenn sie sich als „letzte Generation“ bezeichnen, sie werden nicht die letzte Generation sein, nicht einmal die vorletzte.

Wer sich über die LG informieren möchte, bitte:
https://letztegeneration.org/forderungen/

Civey hat eine Umfrage durchgeführt, wie die Menschen die Forderungen der LG bewerten. Eindeutig richtig sagen 19,5%, eher richtig 7,3%, unentschieden 5,2%, eher falsch 9,5%, eindeutig falsch 58,5%. Das Ergebnis bei den über 65-jährigen weicht nur unwesentlich vom Gesamtergebnis ab. 68 Prozent, also über Zweidrittel, halten die Forderungen für falsch. Die Aktionen der LG bewirken genau das Gegenteil.

Während immer neue Klebstoffe ausprobiert wer-den, bleibt die Politik nicht untätig. So hat sich heute die „Senatskommission Klimaschutz“ konstituiert. Wir zitieren aus der Pressemitteilung: „Die neugebildete Senatskommission Klimaschutz ist am heutigen Dienstag unter Leitung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, zur konstituierenden Sitzung im Roten Rathaus zusammengekommen. Die Kommission ist ein zentrales, klima-politisches Steuerungs- und Entscheidungsgremium des Senats mit verschiedenen Stufen zur Entscheidungsfindung.

Die Kommission stellt sicher, dass Berlin seine Klimaschutzziele einhält und alle Senatsverwaltungen in konstruktiver Zusammenarbeit Konflikte identifizieren und Lösungsansätze herausarbeiten. Sie tagt künftig einmal im Quartal und baut auf den klimapolitischen Zielvorgaben des Berliner Senats auf, um vor dem Jahr 2045 das Ziel der Klimaneutralität Berlins zu erreichen.

Die Senatskommission hat in seiner Sitzung auf Basis des Berichtes zum Stand der Erreichung der Sektorziele festgehalten, dass zum Erreichen der vom Senat gesetzten Zielmarken für die Jahre 2025 und 2030 erhebliche und beschleunigte CO2-Minderungen in den Bereichen Energie, Gebäude, Verkehr und Wirtschaft erforderlich sind. Es wurde festgehalten, dass neben den umzusetzenden Maß-nahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms zusätzliche Impulse durch das geplante Sondervermögen ‚Klimaschutz, Resilienz und Transformation‘ gesetzt werden können.“

Mehr scheint im Augenblick nicht möglich zu sein. Auf die Erfüllung ihrer Forderungen wird die LG länger warten müssen, als der Kleber hält.

Ed Koch

  
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