Willkommen bei PaperPress Jugendpolitischer Pressedienst
suchen  
Hauptmenü  

Online  
Es sind 42 Besucher und 0 _MEMBER0 online..

Anmeldung

Sprachen  
Sprache auswählen:


  

Israel wird nicht erwähnt

geschrieben von: Redaktion am 08.12.2023, 18:37 Uhr
paperpress620 
Heute Nachmittag kam ein Update zur „Großdemonstration gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, die am 2. Advent stattfinden soll. „Immer mehr Unternehmen, Vereine, Verbände, Stiftungen und auch immer mehr Persönlichkeiten aus Musik, Film und Fernsehen haben ihr Kommen zugesagt und ihre Unterstützung zugesichert. Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor werden neben Rednerinnen und Rednern, die sich für ein friedvolles Miteinander einsetzen, auch bekannte Künstlerinnen und Künstler auftreten.“

Zu den Rednerinnen und Rednern gehört auch der Sänger Roland Kaiser. „Es macht mich traurig, wütend und sprachlos, dass in der heutigen Zeit Menschen immer noch die gleichen Widerlichkeiten begehen, wie die Generation meiner Eltern. Das enttäuscht mich zutiefst. … Es ist mir ein persönliches Anliegen, Gesicht zu zeigen für ein friedliches und respektvolles Miteinander, gegen Antisemitismus, Judenhass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit!“

Reden werden u.a. auch die Bundestagspräsidentin, der Regierende Bürgermeister, der Arbeitsminister, der israelische Botschafter und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Auch das Bühnenprogramm kann sich sehen lassen, Herbert Grönemeyer, Klaus Hoffmann, Nomcebo Zikode, die 12 Tenöre und Joris. Die 12 Tenöre „wollen ein Signal setzen – für die Menschlichkeit, für einen respektvollen Umgang miteinander und für eine Gesellschaft, in der wir alle in Frieden und ohne Hass leben können!“ Klaus Hoffmann erklärt: „Es ist an der Zeit einander zu sehen, anzuerkennen wer wir sind. Das Wort Mensch darf nicht durch Hass und Gewalt an Bedeutung verlieren. Egal welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion. Wir müssen reden, wach sein, lieben, leben."

„Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich Antisemitismus, Hass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserem Land entgegenzustellen.“ „Zu Beginn des Programms auf der Hauptbühne vor dem Brandenburger Tor wird es ein gemeinsames Gebet von Protestanten, Katholiken, Muslimen und Juden geben.“ „Unser Ziel ist es, ein kraftvolles und unüberhörbares Signal – aus dem Herzen der Hauptstadt – in die Welt zu senden, dass weder in Berlin noch irgendwo sonst in Deutschland jedwede Form von Antisemitismus, Hass oder Fremdenfeindlichkeit geduldet wird“, sagt Nicolai Schwarzer, Sprecher und Mitinitiator des Bündnisses.

Die Initiative ist ebenso lobenswert wie notwendig. Beim genauen Hinsehen stellt sich jedoch eine Frage: Warum wird in keiner Zeile Israel und vor allem das Existenzrecht Israels erwähnt? Erst durch eine Leserzuschrift sind wir darauf aufmerksam geworden und sind von uns selbst peinlich berührt, dieses Manko nicht gleich bemerkt zu haben.

Nur zur Erinnerung. Es ging den Terroristen der Hamas am 7. Oktober 2023 um einen weiteren Schritt auf dem Wege der Zerstörung des Staates Israel. So wie der russische Terror-Präsident die Ukraine nicht als Staat anerkennt, erkennen auch die palästinensischen Terrororganisationen Israels Existenzberechtigung nicht an. Israel mutet man aber zu, mit diesen Leuten über eine Zweistaatenlösung zu verhandeln, die am liebsten den Staat im Mittelmeer versenken würden.

Die Aussagen im heute von uns veröffentlichten Offenen Brief der Wissenschaftler sind deutlicher als die für die Demo am 10. Dezember: „Verantwortlich ist die radikalislamische Hamas, die seit 2005 im Gazastreifen herrscht und offen die Zerstörung Israels und die Ermordung aller Juden propagiert.“ „…es ist nicht legitim, die Zerstörung des Staates Israel oder den Tod aller Juden zu fordern. Solche Forderungen sind zutiefst verabscheuungswürdig.“

Warum, und das muss sich auch Bärbel Bas fragen lassen, heißt die Veranstaltung nicht: „Großdemonstration gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für die Existenzberechtigung des Staates Israel“?

Bleibt zu hoffen, dass wenigstens einige Redner mutig genug sind, das Wort Israel auszusprechen.

Ed Koch






  
Anmeldung  




 


Registrierung

Impressum  
p a p e r p r e s s
Ed Koch (Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt)
Träger: Paper Press Verein für gemeinnützige Pressearbeit in Berlin e.V.
Vorstand: Ed Koch - Mathias Kraft
Postfach 42 40 03
12082 Berlin
Email: paperpress[at]berlin.de
PDF-Newsletter-Archiv:
www.paperpress-newsletter.de

Diese WebSite wurde mit PostNuke CMS erstellt - PostNuke ist als freie Software unter der GNU/GPL Lizenz erh�ltlich.