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Besuch aus Israel

geschrieben von: Redaktion am 17.05.2024, 05:01 Uhr
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Die nordisraelische Stadt Nahariya, nach der eine Straße und eine Grundschule in Lichtenrade benannt sind, gehört zu den Partnergemeinden des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Sie liegt unweit der libanesischen Grenze und ist zum Glück bislang vom Krieg verschont geblieben. Im Gegensatz zu anderen nordisraelischen Städten wurde Nahariya nicht evakuiert.

Derzeit sind mehr als 200 Jugendliche aus den Partnerkommunen zu Gast im Bezirk. Was alle bei diesem Besuch verbindet, ist der Fußball. „Freundschaft durch Fußball!“ – ist deshalb das Motto des internationalen Jugendturniers, zu dem Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann Teams aus den 14 Partnerstädten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg eingeladen hat. Der erste Anpfiff ertönt am Samstag um 10:00 Uhr auf dem Dominicus-Sportplatz am Priesterweg. Bis 16:45 Uhr finden am Samstag die Gruppen- und am Pfingstsonntag die Finalspiele statt.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann: „Zum ersten Mal haben wir Jugendliche aus allen unseren Partnerstädten zu einem großen Turnier eingeladen. Jede Partnerstadt war eingeladen, mit jeweils einem Mädchen- und einem Jungenteam anzutreten. Wir wollen die gemeinsamen Tage aber auch nutzen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, uns kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und bestehende zu vertiefen.”

Aus zwölf der 14 Partnergemeinden kommen die Jugendlichen, Ahlen (NRW), Amstelveen (Nieder-lande), Bad Kreuznach, Barnet (London), Koszalin (Polen), Levallois-Perret (Frankreich), Nahariya (Israel), Landkreis Paderborn (NRW), Penzberg (Bayern), Landkreis Teltow-Fläming (Brandenburg), Werra-Meißner-Kreis (Hessen), Wuppertal (NRW). Mezitli-Mersin (Türkei) und Charenton-le-Pont (Paris) konnten keine Fußballer nach Berlin schicken.

Den Abschluss des Turnierwochenendes am Sonntag bildet das zusätzliche Spiel „Tempelhof-Schöneberg gegen Tempelhof-Schöneberg Friends“ zwischen Vertretern aus Politik und Verwaltung Tempelhof-Schönebergs und den offiziellen Gästen aus den Partnerstädten. Für Tempelhof-Schöneberg spielen neben anderen Bezirksbürgermeister Jörn Olt-mann, Tobias Dollase, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur, und Stefan Böltes, Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung.

Mit Unterstützung des Bezirkssportbundes, des evangelischen Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg, des FC Internationale, des TSV Mariendorf, der DLRG Tempelhof sowie des Sportamts, des Ehrenamtsbüros und der Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg wird das Pfingstturnier dazu bei-tragen, die Zusammenarbeit der Städtepartner zu vertiefen und weiterzuentwickeln.

Im Rahmen des Besuchs sind auch der Bürgermeister von Nahariya Ronen Marelly, Tal Amogg und Yanif Kriaf sowie Ely Oknin, der lange Zeit in Berlin lebte, viel für den Jugendaustausch beider Kommunen getan hat und in Schöneberg ein Reisebüro betrieb, zu Gast. Begleitet wurde die Gruppe von Mirka Schuster, die im Bezirk für die Partnergemeinden zuständig ist.

Gestern besuchte die Delegation aus Nahariya den EUREF-Campus und wurde von der Vorstandssprecherin der EUREF-AG, Karin Teichmann, in Empfang genommen.

Die Gäste aus Israel informierten sich bei ubitricity über die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Berlin und bei garamantis über interaktive Projektionen und immersive Räume. Durch eine Brille schauend, ist man plötzlich in einer anderen Welt beziehungsweise auf einer anderen Ebene. Man steht zwar sicher auf dem Boden, hat aber das Ge-fühl, auf dem Gasometer zu sein, wo es links und rechts ziemlich weit runtergeht. Eine Herausforderung, die Bürgermeister Marelly nicht ganz geheuer war.

Am Ende des Rundgangs begrüßte EUREF-Gründer Reinhard Müller Bürgermeister Ronen Marelly und die Mitglieder seiner Delegation. Müller wünschte den Gästen aus Israel alles Gute und vor allem, dass der Krieg bald vorüber sein möge und die Geiseln befreit werden können.

Anmerkungen:

Obwohl es 52 Jahre her ist, dass ich Nahariya besuchte und eine Rundreise durch Israel bis zum ägyptischen Scharm El-Scheich, an der Südspitze Sinais gelegen, das nach dem Sechstagekrieg von 1967 bis 1982 von Israel besetzt war, unternahm, erinnere ich mich gut an dieses blühende Land, eine Oase in der arabischen Wüste. Was für unglaublich beeindruckende Städte, Jerusalem und Tel Aviv, und dieses Urlaubsparadies Nahariya, wo sich viele deutsche Juden angesiedelt haben.

Nahariya hat viele Freunde in der Welt, in Liberec, Tschechien; Issy-les-Moulineaux, Frankreich; Miami Beach, USA; Delray Beach, Florida, USA; Kecs-kemét, Bács-Kiskun, Ungarn; und fünf in Deutschland, Alzey, Rheinland-Pfalz; Darmstadt, Hessen; Paderborn und Bielefeld, NRW; und Tempelhof-Schöneberg, Berlin.

Seit der Gründung des Staates Israel 1948 durch die Vereinten Nationen, gegen den Willen der Palästinenser, gab und gibt es dort immer wieder Kriege. Es ist der Weltgemeinschaft nicht gelungen, das Gebiet zu befrieden. Ob dies gelungen wäre, wenn man auch einen souveränen Staat Palästina gegründet hätte, weiß ich nicht. Die Zwei-Staaten-Lösung ist gegenwärtig weit weg, auch wenn das Projekt immer wieder diskutiert wird.

Wie Israel den Krieg in Gaza führt, womit auch ein Großteil der Bevölkerung nicht einverstanden ist, muss kritisch betrachtet werden können, ohne sich gleich des Antisemitismus-Vorwurfs ausgesetzt zu sehen. Die Zivilbevölkerung wird nicht in dem Maße verschont, wie es erforderlich wäre. Zur Kenntnis nehmen muss man aber auch, dass die Terrororganisation Hamas einen Krieg nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen die eigenen Menschen führt. Die Hamas ist keine Befreiungs-, sondern eine Terrororganisation. Das sollten diejenigen, die mit Palästinenserflaggen brüllend durch die Straßen laufen, endlich akzeptieren.

Auch wenn es schon zigmal geschrieben und gesagt wurde, der Krieg würde sofort sein Ende finden, wenn die Hamas die Geiseln freiließe. Israels Ziel, die Hamas zu vernichten, wird ebenso wenig gelingen, wie ein Krebsgeschwür zu beseitigen. Dass Israel nach diesem Krieg den Gaza-Streifen nicht wieder der Hamas als Herd immer weiterer Terror-angriffe überlassen kann, sollte jedem klar sein, der sich die Bilder vom 7. Oktober 2023 ins Gedächtnis zurückruft. Welche Zukunft haben die rund zwei Millionen Palästinenser im Gaza-Streifen? Welche Zukunft die 2,5 Millionen Palästinenser im Westjordanland, wo sie nicht konfliktfrei mit knapp 430.000 jüdischen Siedlern leben.

Wer für dieses Problem eine Lösung findet, dem steht der nächste Friedensnobelpreis zu.

Ed Koch

  
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