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Beiträge: Sprechen wir mal über die Tagespflege....

geschrieben von: Redaktion am 14.02.2008, 15:30 Uhr
paperpress554 
Aus dem Inhaltsprotokoll der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie am 7. Februar 2008.
Punkt 1 der Tagesordnung - Aktuelle Viertelstunde

Dr. Margrit Barth (Linksfraktion) fragt nach dem aktuellen Stand der Bemühungen des Senats um eine mehrjährige Bestandsschutzregelung für die Tagesgroßpflegestellen in Berlin.

Senator Dr. Jürgen Zöllner berichtet, dass Berlin sich 2005 beim zuständigen Bundesministerium für eine Besitzstandswahrung eingesetzt habe. Diese sei zunächst in Aussicht gestellt worden; 2007 habe das Bundesfamilienministerium allerdings mitgeteilt, dass es eine Übergangsregelung nicht befürworte. Grund dafür sei, dass alle Länder außer Berlin die veränderten gesetzlichen Vorgaben für die Kindertagespflege erfüllten. Er gehe davon aus, dass man für Berlin keine Einzellösung wolle, die bundesgesetzlich anerkannt werden müsste. Der Bund habe vorgeschlagen, dass für Tagesgroßpflegestellen bis zu acht Kindern zwei Personen eingesetzt würden, die eine Erlaubnis für eine begrenzte Kinderzahl erhielten. Er halte das Problem für auf diesem Weg lösbar.

Mirco Dragowski (FDP) fragt, was der Senat seit dem 6. 12. 07 getan habe, um für die Situation der Tageseltern eine Lösung zu finden. Welche nächsten konkreten Schritte seien geplant?

Senator Dr. Jürgen Zöllner, antwortet, der Senat sei überregional aktiv, um zu ermöglichen, dass die verschiedenen Ministerkonferenzen eine pragmatische und vernünftige Lösung erreichten. Er sei guten Mutes, dass man – auch durch den Einsatz des Finanzsenators – zu einer Lösung komme.

Mirco Dragowski (FDP) bittet den Senator, die Abgeordneten über den Fortgang der Sache zu informieren. Inwieweit seien die Tagespflegeeltern in die Lösungsfindung eingebunden?

Senator Dr. Jürgen Zöllner bedankt sich für die Möglichkeit, die Aktivitäten des Senats in diesem Zusammenhang darzustellen. Die Grundproblematik sei so eindeutig, dass Tagesmütter nicht in die Verhandlungen einbezogen werden müssten. Ein Knoten administrativer Art müsse durchgehauen werden.

Anmerkungen:

Ach, Herr Senator, so einfach ist das, einfach einen „administrativen Knoten“ durchhauen und schon ist alles paletti? Wozu die ganze Aufregung im letzten Jahr? Konnte man nicht den Verdacht hegen, dass Ihre Verwaltung und die von Hartz-IV-3-Sterne-Koch Sarrazin manchmal gar nicht wussten, worum es überhaupt geht? Mussten nicht erst alle möglichen Leute mobilisiert werden, damit der 6. Dezember 2007 für die Berliner Tagespflege nicht zu einem Fiasko wurde?“ Die Grundproblematik sei so eindeutig, dass Tagesmütter nicht in die Verhandlungen einbezogen werden müssten“. Also, das haut mir wirklich die Hutkrempe weg. Wer sich im letzten Jahr intensiv mit den Vorgängen beschäftigt hat, weiß, dass eindeutig eine andere Bedeutungen hat, zum Beispiel „anschaulich“ oder „handfest“. Die Steuerrechnerei war alles andere als anschaulich, handfest war nur der Skandal, der sich auf dem Rücken der Tagespflegeeltern abzuspielen drohte und noch droht. Was würde es kosten, wenn man die Tagespflegeeltern anhört und mit einbezieht? Gar nichts. Aber, die Politik bleibt ihrem Motto treu: „Wir reden nicht mit den Betroffenen, sondern lieber über sie!“
Ed Koch

Apropos Knoten!

Der berühmteste aller Knoten ist wohl der Gordische. Als solchen bezeichnete ursprünglich der Legende nach kunstvoll verknotete Seile, die am Streitwagen des Königs Gordios von Phrygien aus der griechischen Antike durch die Götter befestigt waren. Sie sollten die Deichsel des dem Zeus geweihten Wagens untrennbar mit dem Zugjoch verbinden. Heute bedeutet die Redewendung von der Lösung / Durchschlagung des gordischen Knotens die Überwindung eines schweren Problems mit energischen Mitteln. (Hört, Hört)

Der Legende nach prophezeit ein Orakel, dass nur derjenige, der diesen Knoten lösen könne, die Herrschaft über Persien erringen würde. Viele kluge und starke Männer versuchten sich an dieser Aufgabe, aber keinem gelang es. (Damals kannte man Jürgen Zöllner noch nicht). Im Frühjahr 333 v. Chr. soll Alexander der Große diesen Knoten einfach mit seinem Schwert durchschlagen und damit seinen darauffolgenden Siegeszug durch Asien eingeläutet haben. Es existiert jedoch auch eine andere Überlieferungsvariante, der zufolge Alexander den Knoten durch Schläue gelöst haben soll. Es hieß, er habe erkannt, dass er nur den Pflock herauszuziehen brauche, damit der Knoten in sich zusammenfällt. (Wichtiger Hinweis).

Der Gordische Knoten bezeichnet auch ein Gesellschaftsspiel für Kinder und Erwachsene, bei dem je nach Anzahl der Teilnehmer genau halb so viele Seile verdreht werden. Jeder Teilnehmer greift sich ein Seilende und muss nun seinen Partner herausfinden, ohne dabei das Seil los zu lassen. Somit bilden alle Teilnehmer ein riesiges Menschenknäuel, das es zu entwirren gilt. (Die Antike lebt).

(Quelle: wikipedia)

  
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