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Leserbrief zu Tempelhof

geschrieben von: Redaktion am 09.03.2008, 14:29 Uhr
paperpress554 
Hier eine weitere Lesermeinung zu Tempelhof.
Ich möchte mich grundsätzlich Herrn Krüger anschließen, ein Flughafen gehört nicht mitten in die Stadt. Zumal die Risiken und Umweltbelastungen nicht kalkulierbar und berechenbar sind. Die Herren und Damen, die eine weitere Nutzung des Geländes als Flughafen befürworten, sollen doch einmal erklären, wie sie die Kosten für eine Bewirtschaftung mit Risikominimierung für die Bewohner tragen wollen. Die Erhöhung von Flügen erhöht zwar die Einnahmen, aber auch das Risiko und die Umweltbelastung. Wer trägt die Sekundärkosten in einem solchen Fall? Nein, der Berliner Senat darf es nicht sein, denn diesen Flughafen nutzt nicht die breite Masse der Berliner Bevölkerung, sondern eine kleine ausgewählte Gruppe von Menschen mit entsprechenden Kapital, die zudem nicht bereit sind, auf ihre Privilegien zu verzichten.

Die Berliner Wirtschaft profitiert von klaren Entscheidungen, die der Senat längst getroffen hat, lediglich eine Interessengemeinschaft versucht dies noch zu kippen. Wenn man einmal genauer hinschaut, ist in dieser Interessengemeinschaft eine Pluralität von Konzepten anzutreffen, so dass anzunehmen ist, dass wenn sie Erfolg haben würden, sie dann erst einmal miteinander verhandeln müssten, um ein gemeinsames Konzept vorzulegen. Also wieder keine Sicherheit für die Nutzung und die Wirtschaft.

Berlin braucht keinen Luxusflughafen für Madonna, Gates und co., sondern wir brauchen Arbeitsplätze, klare Entscheidungen und Freiflächen für die Bevölkerung von den umliegenden Bezirken, Neukölln, Tempelhof usw. Ein Nachnutzungskonzept sieht die Ansiedlung von Industrie vor und einen Park für alle. Das Gebäude ist so geschichtsträchtig und groß, dass dort Vergangenheit, ein Museum für Luftfahrt, und Zukunft, ein Forschungs- und Technologiezentrum, Platz finden würden. Von einer solchen Chance träumen andere Städte und für unsere Region wäre das die Chance.

Reden wir von den Menschen rund um den Flughafen: Hier leben Menschen, die auf Neuköllner Seite häufig von Transfereinkommen leben und ohnehin daraus resultierend wenig Lebensqualität haben. Wenn wir das Tempelhofer Feld nun für alle freigeben, dann haben auch Menschen mit wenig Geld die Möglichkeit, sich zu entfalten bei einem Spaziergang und die Chance auf diesem Gelände vielleicht sogar einen Arbeitsplatz zu finden. Auch die gesundheitliche Belastung durch Kerosin und Lärm fällt dann weg und das kann der Gesundheit nur zuträglich sein. Der Kiez rund um die Schillerpromenade würde einen Aufschwung erfahren und damit würden die Menschen in den Genuss kommen, Förderungen zu erfahren, die der gesamten Lebenssituation zuträglich sind. Die Vermieter würden sich mit großer Gewissheit ihrer "ungeliebten" Immobilie in Neukölln bewusst werden, investieren und modernisieren. Den Häusern und den Menschen täte das gut.

Das beste Beispiel ist ehemalig SO 36, einst verpönt und ungepflegt, da es nah der Mauer war und dort Menschen mit kleinen Einkommen lebten, die Häuser ungepflegt waren. Heute ist es ein beliebtes Wohnquartier geworden mit renovierten und modernisierten Häusern und einer gesunden Multikultimischung von Bevölkerung geworden im Herzen von Berlin.

Bei der Frage um Tempelhof geht es nach meiner Meinung um mehr als nur um einen Flughafen. Hier geht es um die Glaubwürdigkeit des Berliner Senates, um die Menschen rund um das Tempelhofer Feld und um einen zukunftsorientierten Blick in Berlin für Berlin.

Carola Langescheidt

  
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