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Tempelhof D-Day rückt näher

geschrieben von: Redaktion am 14.03.2008, 15:02 Uhr
paperpress554 
Der Tag der Entscheidung, der Decision-Day, rückt näher. Wer gedacht hatte, dass sich nach dem erfolgreichen Volksbegehren nun ein Wahlkampf, wie ihn die Stadt noch nie gesehen hat, abspielen würde, ist enttäuscht. Das linke Bündnis aus Flughafengegnern startete indes eine Plakatkampagne.
40.000 sollen davon an den Laternenmasten hängen. Hatten SPD-Vertreter bisher stets abfällig von einer CDU-Kampagne für den Erhalt des Flughafens Tempelhof gesprochen, obwohl die Interessengemeinschaft City Airport Tempelhof (ICAT) immer ihre Unabhängigkeit unterstrich, sollte sie, die SPD, ihre Unterstellung nun lieber sein lassen. Denn die Aktion gegen den Flughafen scheint unter SPD-Führung stattzufinden.

Nur „richtige Menschen“ seien auf den Plakaten, keine Schauspieler, beteuert ausgerechnet ein Vertreter der Arbeiterwohlfahrt, die sich nun wirklich um anderes kümmern sollte, beim Start der Kampagne. Dass nachweislich drei von den vier richtigen Menschen SPD-Mitglieder sind, bzw. ihnen nahe stehen, zeigt nicht gerade, dass andere, als richtige Menschen, Schlange stehen, um ihr Konterfei auf einem der Neidkampagneplakate zu präsentieren. „Ick zahl doch nicht für’n VIP-Flughafen“, verkündet ein Bauarbeiter. Nun gut, der könnte wirklich nicht in der SPD sein, denn, sind dort überhaupt noch Arbeiter vertreten? Die Frau eines bekannten Tempelhofer Sozialdemokraten fragt: „Flughafen für Superreiche?“ Und die Genossenfamilie schreckt nicht einmal davor zurück, auch gleich ihr Baby auf dem Plakat zu zeigen. Das finde ich schon ziemlich daneben.

Den Vogel schießt jedoch eine Alt-Genossin ab, die vor längerer Zeit sogar Bezirksverordnete in Tempelhof war. „Ick fliege uff Berlin. Aba nich’ von Tempelhof“, teilt sie dem vorbeigehenden Fußgänger mit. Da kann man nur sagen: „Be Rentner – bleib zu Hause!“ Wenn das Linksbündnis gegen Tempelhof so weiter macht, könnten die gut 600.000 Ja-Stimmen doch noch zusammen kommen.

Aber, was macht die Gegenseite? CDU-Stratege Matthias Wambach ließ doch bislang keine Gelegenheit aus, mit dem Finanzvolumen zu prahlen, das für die Aktion zur Verfügung stünde. Die ICAT wird im „Tagesspiegel“ vom 8.3.2008 mit dem Satz zitiert: „Wir sind mit unseren finanziellen Planungen noch nicht ganz durch“. Das klingt mau. ICAT-Pressesprecher Malte Pereira ist mit diesem Satz auch nicht sehr glücklich. paperpress gegenüber kündigte er an, dass am Monatsende die Plakatkampagne starten werde. Hoffentlich haben die Linken dann noch ein paar Ecken in der Stadt freigelassen. Finanzielle Probleme gar, wie man aus dem „Tagesspiegel“-Zitat vielleicht vermuten könnte, gebe es nicht, so Pereira.

Genießen wir also erst einmal Ostern und hoffen wir dann auf klügere Sprüche, als wir sie bisher ertragen mussten. Mal sehen wie viele richtige Menschen uns bis zum 27. April 2008 mit ihren Weisheiten zum Flughafen Tempelhof erfreuen. Und dann heißt es endgültig für den Aiport: To be or not to be!

Ed Koch


  
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