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BVG Streik: Halbherzige Lösung

geschrieben von: Redaktion am 16.03.2008, 16:32 Uhr
paperpress554 
Ab Montag sollen sie also wieder fahren: die Busse und Bahnen der BVG. Wie viele Fahrzeuge zum Einsatz kommen, ist ungewiss, denn wichtige Teile der Verkehrsbetriebe befinden sich weiterhin im Ausstand. Und wie lange wir wieder in den gelben Fahrzeugen unterwegs sein dürfen, steht auch in den Sternen. Jederzeit kann die Gewerkschaft den Daumen wieder nach unten richten.
Geradezu rührend ist die Aussage, man wolle der Bevölkerung nicht länger die Unannehmlichkeiten zumuten. Plötzlich, nachdem die Stimmung für den Streik sinkt, erinnert man sich an die Kunden. Fast ist man geneigt, eine ganz andere Wahrheit zu vermuten. Vielleicht legen die BVGler Wert auf die Feiertagszulagen zu Ostern, vielleicht verlieren sie auch langsam die Nerven. Denn, die Arbeitgeberseite bleibt stur. Die, die etwas bewegen könnten, sind in den Osterurlaub abgetaucht. Wowereit und Sarrazin lassen grüßen, wo sie jetzt sind, findet ohnehin kein Streik statt.

Der Arbeitgeber sitzt bei diesem Streik am längeren Hebel. Das sollte man bei der Gewerkschaft langsam einsehen. Die Zustimmung zum Streik schwindet täglich, nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Beschäftigten. Der Senat kann bequem das Problem aussitzen, spart er doch jeden Tag viel Geld, wenn die Räder still stehen. Dass die Neubeschäftigten bei der BVG einen großen Schluck aus der Pulle bekommen sollten, ist unbestritten. Bei den Altbeschäftigten sieht das kaum noch jemand ein. Wer im Schnitt 3.000 Euro verdient, gilt nicht als Schlechtverdiener. Und wessen Arbeitsplatz bis 2020 gesichert ist, mit dem hat niemand Mitleid.

Natürlich ist es unerträglich, wenn immer wieder Busfahrer bespuckt und geschlagen werden. Dagegen muss die BVG schnellst möglich etwas tun. Dieses Argument jedoch einzusetzen bei der Forderung nach mehr Lohn, ist unredlich. Schmerzensgeld für alle? Jeder einzelne Fall von Übergriffen auf Busfahrer ist einer zu viel, zum Glück finden diese Übergriffe aber nicht ununterbrochen statt. Außerdem muss dieses Problem anders gelöst werden als durch eine Gefahrenzulage.

ver.di pokert hoch und könnte am Schluss der Verlierer in dieser Auseinandersetzung sein. Das bessere Blatt hat im Augenblick die andere Seite. Im Ärmel von ver.di befindet sich kein Joker mehr.

Ed Koch



  
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