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Beiträge: 5. Familienbündnis in Berlin gegründet

geschrieben von: Redaktion am 25.09.2005, 14:34 Uhr
paperpress524 
In Tempelhof-Schöneberg hat sich am 22. September 2005 das Berlinweit 5. lokale Bündnis für Familie gegründet. Bundesweit gibt es inzwischen 201 dieser Bündnisse.
Lokale Bündnisse für Familie schaffen bundesweit einen Klimawandel für mehr Familienfreundlichkeit

Riesenerfolg der Bundesinitiative

Im Januar 2004 hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt (SPD), gemeinsam mit zahlreichen Partnern die Initiative Lokale Bündnisse für Familie gestartet. Schon jetzt, 20 Monate nach der Gründung, ist die Initiative ein großer Erfolg. 201 Bündnisse setzen mittlerweile bundesweit neue Impulse für familienfreundlichere Städte und Kommunen. Insgesamt wird bereits an über 406 Standorten intensiv beraten.

Sie habe zwar „auf gute Resonanz gehofft", sagt Bundesfamilienministerin Renate Schmidt, „was ich aber nicht erwartet habe, ist dieser Riesenerfolg nach so kurzer Zeit. Er zeigt eindrucksvoll, wie sehr das Thema Familie den Menschen am Herzen liegt. Der Erfolg zeigt. auch; dass wir mit der Initiative den Nerv getroffen haben. Lokale Bündnisse sind genau das, was Familien vor Ort brauchen."

Mit der Initiative Lokale Bündnisse für Familie setzt die Bundesministerin auf Eigeninitiative, starke Partnerschaften und vor allem auf ganz konkrete Verbesserungen für Familien vor Ort: eine neue Form familienpolitischen Engagements. Die Bündnisse sind innovative Ideenschmieden und ergebnisorientierte Projektgemeinschaften, in denen sich Partner aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zusammenfinden, um sich gemeinsam für mehr Familienfreundlichkeit in ihrer Region zu engagieren. Akteure aus der Landes- und Kommunalpolitik, aus Unternehmen, Verbänden, Kirchen, freien Wohlfahrtsträgern und Elterninitiativen treffen in den Bündnissen gemeinsam konkrete Vereinbarungen und setzen sie anschließend in die Praxis um. Jedes Bündnis hat seine eigenen Schwerpunkte. Aber alle haben das gemeinsame Ziel, sich dort zu engagieren, wo das Herz der Familie schlägt: auf lokaler Ebene, wo durch Arbeitsplatz, Wohnumfeld und soziale Infrastruktur die Lebensbedingungen für Familien gestaltet werden.

Deutschland hat mittlerweile eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit. Und das nicht, weil Familie unpopulär ist, sondern weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Neue familienpolitische Initiativen sind notwendig, damit Männer und Frauen ihre vorhandenen Kinderwünsche verwirklichen können. Bundesministerin Renate Schmidt: "Weniger Kinder bedeuten schon heute weniger Wachstum und weniger Wohlstand. Wenn sich die 29- bis 34-Jährigen im Schnitt mindestens zwei Kinder wünschen, aber jede dritte Frau mit Ende 30 kinderlos bleibt, dann läuft in unserer Gesellschaft etwas falsch. Ein kinderloses Land ist ein Land ohne Zukunft. Ich möchte mit den lokalen Bündnissen einen Klimawechsel erreichen, damit Deutschland bis zum Jahr 2010 zu einem der familienfreundlichsten Länder in Europa wird."

Der Erfolg der Initiative gibt ihr Recht. Jede Woche wächst die Zahl der Bündnisse. Mit ihren Lösungen setzen die lokalen Bündnisse genau dort an, wo Familien konkrete Unterstützung brauchen. Sie organisieren z. B. landkreisweite Kinderbetreuungsangebote, kümmern sich darum, dass Arbeits-, Öffnungs- und Betreuungszeiten besser auf die Zeitabläufe von berufstätigen Eltern abgestimmt werden oder bieten im Verbund mit ortsansässigen Unternehmen Weiterbildungs- und Wiedereinstiegsprogramme für junge Mütter an.

Auch in der Wirtschaft setzt sich immer mehr die Einsicht durch, dass sich Familienfreundlichkeit auszahlt - und zwar gerade in ökonomischer Hinsicht. Denn dass familienfreundliche Unternehmenspolitik handfeste betriebswirtschaftliche Vorteile bringt, belegen nicht nur Untersuchungen, sondern auch die zahlreichen Bündnisbeispiele. Von Grünwald und Eschborn über Hanau, Dortmund und Jena bis nach Ostfriesland: Immer mehr kleine, mittelständische und große Unternehmen engagieren sich als aktive Partner erfolgreich in lokalen Familienbündnissen.



Unterstützt werden die bundesweiten Lokalen Bündnisse durch das Servicebüro, das vom Bundesfamilienministerium eingerichtet worden ist. Es bietet kostenfreie Beratung bei der Organisation von Bündnissen und Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Bundesministerin Renate Schmidt umreißt die Aufgaben: „Über das Servicebüro geben wir den Bündnissen individuelle Hilfestellungen. Ein Beratungsangebot von der Stange macht keinen Sinn, weil es kein Patentrezept für Familienfreundlichkeit gibt. Bedingungen und Möglichkeiten sind überall unterschiedlich. Deshalb ist das Prinzip eine professionelle Hilfe zur Selbsthilfe, denn nur ein Bündnis, das von den Akteuren selbst getragen wird, kann auf Dauer erfolgreich sein."

Der Erfahrungsaustausch zwischen den Bündnissen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Qualitätsentwicklung und Nachhaltigkeit. Die gut angenommenen Regionalworkshops (z.B. in Oberfranken) und Netzwerkveranstaltungen (z.B. in Niedersachsen) des Servicebüros bieten Gelegenheit, voneinander zu lernen, und helfen, eine regionale Infrastruktur für lokale Bündnisse auszubilden. Auch auf Bundesebene ist es gelungen, starke Partner zu gewinnen, die als Multiplikatoren den örtlichen Akteuren manche Tür öffnen. So hat sich der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hinter die Initiative gestellt. Kooperationsvereinbarungen besiegeln die Zusammenarbeit mit einzelnen Bundesländern und dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen. Im Kuratorium der Initiative sind die Spitzen wichtiger Verbände (Familienverbände, Wohlfahrtspflege, Handwerk, DGB, Deutscher Industrie- und Handelskammertag), Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister vertreten.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de


Tempelhof-Schöneberg schärft familienfreundliches Profil
5. Lokales Bündnis für Familie in Berlin gegründet

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gehört mit über 330.000 Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Bezirken Berlins und spielt auch als Industriestandort eine bedeutende Rolle in der Hauptstadt. Um seine Attraktivität als Lebens- und Wirtschaftsstandort weiter zu sichern, hat sich am 22. September im Goldenen Saal des Schöneberger Rathauses auf Initiative von Jugend- und Familienstadträtin Angelika Schöttler (SPD) und unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) ein Lokales Bündnis für Familie gegründet.

"In Tempelhof-Schöneberg existiert bereits eine Vielzahl familienfreundlicher Angebote. Wir verfügen zum Beispiel über vielfältige Betreuungsangebote in öffentlicher und freier Trägerschaft, haben attraktive Angebote für Eltern, Kinder und Jugendliche und bieten regelmäßige Fortbildungen für Tageseltern und Erziehungspersonal an", erklärte Bezirksbürgermeister Ekkehard Band anlässlich der Bündnisgründung. Mit dem Lokalen Bündnis für Familie setze man den Ausbau familienfreundlicher Angebote konsequent fort und möchte weitere Partner für die Bündnisarbeit gewinnen, betonte der Schirmherr des Bündnisses weiter.

Die Notwendigkeit, Familienfreundlichkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen, strich auch die Initiatorin des Bündnisses, Angelika Schöttler, heraus. "Wir möchten das Bündnis auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis stellen und so das Thema Familienfreundlichkeit noch stärker im öffentlichen Bewusstsein verankern", betonte Schöttler. Denn von einem familienfreundlichen Klima profitierten nicht nur Eltern mit ihren Kindern, sondern auch die Wirtschaft und der Bezirk. "Familienfreundlichkeit bringt Gewinn für alle", resümierte die Initiatorin des Bündnisses.

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung, an der über 60 Bündnisinteressierte aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft teilgenommen haben, wurden bereits erste Arbeitsgruppen zur Sammlung von Ideen und Herausarbeitung von Projekten für Tempelhof-Schöneberg gebildet. In diesen sollen die Themenbereiche Bildung und Erziehung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Verkehr und Wohnen, Gesundheit und Pflege sowie Freizeit, Sport und Kultur behandelt werden. „Unser Ziel ist es, bedarfsorientierte Projekte umzusetzen, die die Lebensbedingungen der Familien in unserem Bezirk spürbar verbessern", erläuterte Angelika Schöttler die Zielsetzung des neu gegründeten Bündnisses. Die fünf Arbeitsgruppen „Erziehung und Bildung“, „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Verkehr und Wohnen“, „Gesundheit und Pflege“ sowie „Freizeit, Sport und Kultur“ haben sich bereits für neue Termine verabredet. Ein weiteres Zusammenkommen aller Beteiligten soll im März 2006 stattfinden. Interessenten, die beim Bündnis mitmachen wollen, können sich an die Ansprechpartnerin Angelika Pohl wenden, Telefon: 7560 6515, oder per E-Mail an das Tempelhofer Forum – post@tempelhoferforum.de

Weitere lokale Bündnisse für Familie bestehen in Berlin in den Bezirken Mitte, Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf.


  
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