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Beiträge: Die andere Perspektive

geschrieben von: Redaktion am 02.06.2008, 11:16 Uhr
paperpress557 
In diesen Wochen und Tagen gedenken wir ehrwürdig dem Jahr 1968. Warum eigentlich? Hat dieses Jahr unser Land wirklich nachhaltig verändert? Sind wir seitdem befreiter, weil uns eine Clique halbwüchsiger Studenten ihren nackten Arsch zeigte?
Und was für eine späte Rache an Axel Springer, einen Teil der Kochstraße nach Rudi Dutschke zu benennen. Die Zeitungen des Verlagshauses Axel Springer haben damals Partei ergriffen, gegen die Aufständigen. Es scheint doch aber eher so zu sein, dass die Deutsche Nationalzeitung den Dutschke-Attentäter Bachmann zu seiner Tat animierte als die BILD Zeitung, wobei man nicht unterschlagen darf, dass BILD nicht gerade zur Deeskalation beitrug.

Das sind alles alte Geschichten, die in diesem Jahr wieder aufgewärmt werden. Der Kabarettist Rainald Grebe wundert sich in seinem gleichnamigen Programm über die 68er, weil die zu Zeiten der Vollbeschäftigung auf die Straße gingen. Nicht nur Grebe, der aktiv 1968 noch gar nicht miterleben konnte, versteht nicht, was die Studenten eigentlich wollten. Auch Dr. Michael Ludwig Müller gab in einem Interview mit der Berliner Abendschau zu, Dutschke nie verstanden zu haben. „Haben Sie ihn verstanden?“, fragte er den Reporter zurück. Dutschkes Worte klangen kräftig und seine Sätze waren ge-spickt mit Phrasen.

Für viele Altachtundsechziger stehen die Feindbilder heute noch fest. Es ist nach 40 Jahren jedoch höchste Zeit, die Verklärtheit nicht weiter wuchern zu lassen, sondern sich fernab jeder revolutionären Romantik mit den Ereignissen von damals zu beschäftigen. „Die andere Perspektive“ nennt Michael Ludwig Müller sein Buch. „1968 – Epochaler Umbruch oder Zwergenaufstand? Verfall der bürgerlichen Werte oder gesellschaftlicher Innovationsschub? Kein anderes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte spaltet derart die Geister bis heute. Michael Ludwig Müller erlebte die Unruhen hautnah mit – er berichtete als hochschulpolitischer Korrespondent der Berliner Morgenpost des zum Springer-Konzern gehörenden Ullstein-Verlags. Heute blickt Müller zurück: Was waren die Auslöser, was ist vom ‚Jahr der Revolte’ geblieben.“

Der Verlagsbeschreibung, dass der besondere Wert des Buches darin zu suchen ist, dass Müller Zusammenhänge beschreibt, die bisher übersehen wurden sowie falsche und schiefe Darstellungen korrigiert, die seit 1967/68 immer wieder verbreitet wurden, ist zuzustimmen. Es kann wirklich nicht schaden, eine andere Perspektive auf sich wirken zu lassen, für 19,80 Euro im Buchhandel.

Ed Koch


  
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