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Beiträge: Typisch Wowereit

geschrieben von: Redaktion am 27.07.2008, 14:52 Uhr
paperpress558 
Klaus Wowereit, unser Landesvater, hat immer wieder Spaß daran, auch mal den einen oder anderen Freund vor das Schienbein zu treten. Das Verhältnis Gewerkschaften – SPD wird immer wieder hart auf die Probe gestellt. Darunter leiden weniger die SPD-Funktionäre, die auch in der Gewerkschaft sind, als vielmehr die Gewerkschaftsfunktionäre, die auch SPD-Mitglieder sind.

In Berlin fragt man sich allerdings, was mit den Gewerkschaften los ist. Der BVG-Streik verlief leicht chaotisch und auch beim Streik im Öffentlichen Dienst wird die Lage unübersichtlich. Keine Frage, dass die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, so wie viele andere auch, mehr Geld haben möchten. Fatal nur, dass die Gewerkschaften mit dem Land Berlin einen Vertrag vereinbart haben, der bis Ende 2009 läuft und bis dahin eine Absenkung der Gehälter zwischen 8 und 12 Prozent vorsieht. Zwar steht auch darin, dass man zwischendurch verhandeln könne, zwingen kann man den Senat allerdings nicht, den Beschäftigten mehr Geld zu zahlen. Sollte bis Anfang 2010 kein neuer Tarifvertrag vorliegen, bekommt erst einmal jeder Beschäftigte wieder sein altes Gehalt, d.h. Stand von 2003. In den letzten sechs Jahren haben sich allerdings die Lebenshaltungskosten enorm verteuert. Die Beschäftigten machen in jedem Fall ein sehr schlechtes Geschäft mit ihrem Arbeitgeber, wenn nicht ab 2010 noch deutlich etwas oben drauf gepackt wird.

Die Beschäftigten sind inzwischen stark genervt. Sie fiebern dem Tag entgegen, an dem sie wieder ihr volles Gehalt bekommen. Das ist der erste Schritt. Überall, nicht wie Senator Körting behauptet, nur in den „reichen“ Bundesländern, haben die Beschäftigten Einmalzahlungen oder Gehaltserhöhungen bekommen. Nur Berlin bleibt die Pleiteinsel der Nation. Die Angebote des Senats überzeugten die Gewerkschafter nicht, und so scheiterten die Verhandlungen vor der Sommerpause. Da kam Klaus Wowereit mit einer freudigen Überraschung für seine Mitarbeiter/innen: zweimal 300 Euro, jeweils im Oktober 2008 und 2009. Einfach so, ohne Vertrag oder Einigung mit der Gewerkschaft. Schließlich könne er seinen Beschäftigten geben, was er will. Natürlich. Und die Mehrheit der Beschäftigten freut sich, immerhin besser als gar nichts.

Die Gewerkschaften schäumen vor Wut. Sie haben die Lage mal wieder nicht richtig eingeschätzt und Klaus Wowereit wie so oft unterschätzt. Wie die Gewerkschaften nach der Sommerpause aus dieser Nummer rauskommen wollen, weiß ich nicht.

Ed Koch

  
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