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"Blumenkohl"

geschrieben von: Redaktion am 20.12.2005, 13:15 Uhr
paperpress519 
„Blumenkohl“

zum Artikel „Schwere Vorwürfe gegen
Spandauer Jugendamtsdirektor“
paperpress Nr. 406 – Dezember 2005
Liebe paperpress,

erst durch Ihren Beitrag habe ich von der Pressemitteilung der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege Kenntnis erhalten – danke!

Was ich davon halte, können Sie meiner beigefügten Antwort an die federführende Stelle der Liga entnehmen. Ich würde mich freuen, wenn Sie auch diese veröffentlichen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Meys
Bezirksstadträtin Spandau


Arbeiterwohlfahrt, LV Berlin e.V.
als Federführung der Liga der Spitzenver-
bände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin
Herrn Hans-Wilhelm Pollmann
Hallesches Ufer 32 - 38
10963 Berlin

Sehr geehrter Herr Pollmann,

mit Bestürzung habe ich Ihre Pressemitteilung vom 25.11.2005 „Spandauer Jugendamtsleiter sollte lieber hauptberuflich Blumenkohl kochen ...“ gelesen.

Meine Bestürzung bezieht sich auf die mangelnde journalistische Sorgfalt Ihrer Pressestelle, die ohne jegliche Prüfung des Sachverhalts und ohne eigene Recherche Passagen aus einem fremden Presseartikel übernommen, diese noch zusätzlich überspitzt und mit Vorwürfen angereichert zur Diffamierung der verantwortungsvollen Arbeit nicht nur unseres Jugendamtes hochstilisiert hat.

Ich rechne damit, dass Sie ebenso wie ich die Erfahrung gemacht haben, dass wenig von dem in einem Presseartikel erscheint, was gesagt wurde und von Bedeutung ist, denn „bad news are good news“.

Mich hat der zitierte Artikel des Tagesspiegels empört, weil ich genau mitbekommen habe, wie und mit welchen Inhalten der Leiter unseres Jugendamtes die Journalistin des Tagesspiegels ca. eine Stunde lang über die Arbeit des Jugendamtes bei Kinderschutzfällen geduldig und sachgerecht informiert hat. Das Ergebnis dieser Stunde waren die zitierten Sätze, die von Ihrer Pressestelle noch einmal getoppt wurden.

Sie werden verstehen, dass mich dieses Niveau entsetzt, denn es unterscheidet sich nicht vom Niveau einiger Blätter, bei denen es mir schwer fällt, sie als Zeitung zu bezeichnen.

Wenn mit Ihrer Presseerklärung die Absicht verbunden gewesen sein sollte, die Liga-Kampagne – die unser Jugendamtsleiter ebenso wie ich mit voller Überzeugung gefördert haben – zur besseren Ausstattung der Jugendämter bei den Hilfen zur Erziehung zu unterstützen, fürchte ich, dass Sie diesen Bestrebungen einen Bärendienst erwiesen haben.

In Erwartung Ihrer Stellungnahme verbleibe ich

mit freundlichem Gruß
Ursula Meys


Anmerkung

Wir haben Ursula Meys gebeten, uns die erbetene Stellungnahme der Liga zu über-lassen. Bis Redaktionsschluss lag uns nichts vor. Sollte sie noch kommen, ist sie auf unserer Internetseite www.paperpress.org zu finden.

  
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